Viele Lederwaren, die unmittelbar in Kontakt mit der Haut des Trägers kommen, können für Allergiker problematisch sein. Darauf weist das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin hin.
Untersuchungen hätten gezeigt, dass Handschuhe, Schuhe oder Uhrenarmbänder oft zu viel sechswertiges Chrom enthalten. Dieses könne bei sensibilisierten Personen zu allergischen Hautreaktionen wie einem Kontaktekzem führen.
Die Untersuchungsbehörden der Bundesländer haben zwischen 2000 und 2006 Lederwaren auf ihren Gehalt an sechswertigem Chrom untersucht. In mehr als der Hälfte der rund 850 Proben wurde Chrom (VI) nachgewiesen. Bei einem Sechstel lagen die Gehalte sogar oberhalb von 10 Milligramm (mg) je Kilogramm (kg) Leder, so das Institut. Die Hälfte der sensibilisierten Menschen reagiere schon bei 5 mg je kg Leder allergisch. Häufig kommt es dann zum so genannten Kontaktekzem.
Vor solchen Hauterkrankungen können sich die Betroffenen laut dem BfR nur schützen, wenn sie den Kontakt mit Chrom-(VI)-haltigen Produkten vermeiden. Derzeit sei der Chromgehalt in Lederwaren mit Ausnahme des Arbeitsschutzbereiches noch nicht geregelt: Bei Arbeitshandschuhen muss der Chrom-(VI)-Gehalt unterhalb der Nachweisgrenze liegen. Diese liegt derzeit bei etwa drei Milligramm freisetzbarem Chrom (VI) je Kilogramm Leder. Da die Hersteller nicht angeben müssen, mit welchem Verfahren das Leder gegerbt wurde, kann der Verbraucher nicht erkennen, ob es Chrom (VI) enthält.
Quelle: www.ksta.de
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