Piercing kann zur Sensibilisierung gegenüber Nickel führen
Nickel kann Allergien auslösen. Das Metall ist weitverbreitet und in vielen Bedarfsgegen-ständen wie Modeschmuck und Bekleidungszubehör enthalten. Die Legierungen, aus denen viele Materialien für Gegenstände des alltäglichen Bedarfs hergestellt sind, weisen oft einen hohen Nickelgehalt auf. Dazu gehören auch Weißgold oder Neusilber. Letzteres wird zum Beispiel in Essbestecken, medizinischen Geräten, Reißverschlüssen, Blasinstrumenten und Saiten für Saiteninstrumente verwendet. Nickel ist auch Bestandteil von Edelstahllegierungen für Kochgeschirr, Schlüssel, Messer, Damenuhren, Herrenuhren, Kinderuhren,Jeansknöpfen, Gürtelschnallen, Schuhschnallen und Türklinken. Kinder können über Metallspielzeug mit Nickel in Kontakt kommen.
Der direkte Hautkontakt mit nickelhaltigen Materialien bewirkt bei sensibilisierten Verbrauchern eine Überempfindlichkeitsreaktion. An der Kontaktstelle kommt es dabei nach ein bis zwei Tagen zu einer Entzündungsreaktion der Haut. Für die Entwicklung einer Sensibilisierung oder eines Kontaktekzems gegenüber Nickel ist vor allem die Freisetzung von Nickel aus dem jeweiligen Material entscheidend. Diese Freisetzung wird durch andere Bestandteile des Materials hervorgerufen, beispielsweise durch Schwefel. Auch Körperflüssigkeiten katalysieren die Freisetzung von Nickel. Kommt, wie beim Piercing, nickelhaltiger Schmuck direkt mit der Haut oder darunter liegendem Fett- und Knorpelgewebe in Kontakt, kann Nickel durch Schweiß, Urin oder Blutplasma leicht herausgelöst werden.
In der Gesamtbevölkerung hat sich in den letzten Jahren die Zahl der Verbraucher, die gegenüber Nickel sensibilisiert sind, kaum verändert. Allerdings wurde bei Frauen unter 18 Jahren eine deutliche Zunahme der Sensibilität beobachtet. Studien zufolge tragen vor allem Verbraucher unter 18 Jahren Piercings an verschiedenen Körperteilen, Frauen sind dabei häufiger gepierct als Männer. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Entwicklung der Nickelsensibilisierung bewertet. Dabei wurde auch der mögliche Zusammenhang zwischen der Zunahme der Sensibilität gegenüber Nickel und Piercing beurteilt. Ergebnis der Bewertung war, dass beim Piercen ein besonderes Risiko besteht, gegenüber Nickel sensibilisiert zu werden und eine Kontaktdermatitis zu entwickeln. Das Tragen von Piercings in jungen Jahren erhöht die Wahrscheinlichkeit, als Erwachsener eine Nickelallergie auszubilden und Einschränkungen der Lebensqualität hinnehmen zu müssen. Aus Sicht des BfR sollte bereits in der Schule über die Risiken des Piercings aufgeklärt werden. Das BfR empfiehlt zu prüfen, ob Jugendliche unter 18 Jahren nur unter Vorlage einer Einverständniserklärung der Eltern gepierct werden dürfen. Um langfristig die Zahl derjenigen Verbraucher zu senken, die sensibel auf Nickel reagieren, sollte der zurzeit gültige Höchstwert der Freisetzung von Nickel aus den verschiedenen Bedarfsgegenständen weiter gesenkt werden.
Quelle: www.bfr.bund.de
Der direkte Hautkontakt mit nickelhaltigen Materialien bewirkt bei sensibilisierten Verbrauchern eine Überempfindlichkeitsreaktion. An der Kontaktstelle kommt es dabei nach ein bis zwei Tagen zu einer Entzündungsreaktion der Haut. Für die Entwicklung einer Sensibilisierung oder eines Kontaktekzems gegenüber Nickel ist vor allem die Freisetzung von Nickel aus dem jeweiligen Material entscheidend. Diese Freisetzung wird durch andere Bestandteile des Materials hervorgerufen, beispielsweise durch Schwefel. Auch Körperflüssigkeiten katalysieren die Freisetzung von Nickel. Kommt, wie beim Piercing, nickelhaltiger Schmuck direkt mit der Haut oder darunter liegendem Fett- und Knorpelgewebe in Kontakt, kann Nickel durch Schweiß, Urin oder Blutplasma leicht herausgelöst werden.
In der Gesamtbevölkerung hat sich in den letzten Jahren die Zahl der Verbraucher, die gegenüber Nickel sensibilisiert sind, kaum verändert. Allerdings wurde bei Frauen unter 18 Jahren eine deutliche Zunahme der Sensibilität beobachtet. Studien zufolge tragen vor allem Verbraucher unter 18 Jahren Piercings an verschiedenen Körperteilen, Frauen sind dabei häufiger gepierct als Männer. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Entwicklung der Nickelsensibilisierung bewertet. Dabei wurde auch der mögliche Zusammenhang zwischen der Zunahme der Sensibilität gegenüber Nickel und Piercing beurteilt. Ergebnis der Bewertung war, dass beim Piercen ein besonderes Risiko besteht, gegenüber Nickel sensibilisiert zu werden und eine Kontaktdermatitis zu entwickeln. Das Tragen von Piercings in jungen Jahren erhöht die Wahrscheinlichkeit, als Erwachsener eine Nickelallergie auszubilden und Einschränkungen der Lebensqualität hinnehmen zu müssen. Aus Sicht des BfR sollte bereits in der Schule über die Risiken des Piercings aufgeklärt werden. Das BfR empfiehlt zu prüfen, ob Jugendliche unter 18 Jahren nur unter Vorlage einer Einverständniserklärung der Eltern gepierct werden dürfen. Um langfristig die Zahl derjenigen Verbraucher zu senken, die sensibel auf Nickel reagieren, sollte der zurzeit gültige Höchstwert der Freisetzung von Nickel aus den verschiedenen Bedarfsgegenständen weiter gesenkt werden.
Quelle: www.bfr.bund.de



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