Verordnet der Kinderarzt zum Beispiel bei einer akuten Neurodermitis eine Kortison-haltige Creme, sollte diese nur einmal täglich aufgetragen werden. Die Besserung tritt sehr schnell ein, allerdings müssen Kratzspuren erst langsam abheilen. Das Kortison wird nach etwa einer Woche wieder stufenweise abgesetzt. An den Kortison-freien Tagen sollten Eltern die Haut ihres Kindes mit einer wirkstofffreien Basispflege eincremen, die auf den Hautzustand abgestimmt ist.
Eckert-Lill: „Viele Eltern haben Angst vor Kortison – das ist bei einer fachgerechten Anwendung unbegründet.“ Bestimmte Steroide können zeitlich befristet auch bei Kindern eingesetzt werden. Allerdings sollte eine Infektion ausgeschlossen sein. Kortison-Cremes gehören auch nicht in den Windelbereich. Für die Behandlung einer chronischen Neurodermitis eignen sich fettreiche Salben besser als eher wässrige Cremes.
Quelle: ABDA
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