Die ostfriesische Insel Borkum will so bald wie möglich allergikerfreundlich werden. Die 5.200 Einwohner zählende Insel hat sich bei der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) um das ECARF-Qualitätssiegel beworben.
Es zeichnet allergikerfreundliche Alltagsprodukte, Dienstleistungen und Gemeinden aus. Auf einer ersten Veranstaltung informierten Bürgermeister Georg Lübben und Tourismusdirektorin Susanne Westermann gemeinsam mit ECARF über die Voraussetzungen für eine Zertifizierung der Insel. Die Beurkundung von Borkums Allergikerfreundlichkeit soll Anfang 2013 stattfinden.
Zur Teilnahme an der Zertifizierung aufgerufen sind Gastgeber, Hotels, Restaurants, Bäcker, Supermärkte und alle Dienstleister, die sich auf die Bedürfnisse von Allergikern einstellen möchten, sei es bei der Übernachtung, beim Einkauf oder im Café.
„In Deutschland leiden mittlerweile mehr als 30% der Menschen an Allergien. Viele davon sind aufgrund natürlicher Gegebenheiten wie pollenarmer und sehr sauberer Luft schon heute unsere Gäste“, sagt Georg Lübben, Bürgermeister der Stadt Borkum. „Zum gesunden Hochseeklima Borkums soll nun eine noch allergikerfreundlichere Infrastruktur hinzukommen. So können Allergiker die Aufenthaltsqualität unserer Insel umfassender genießen.“
Nach Baabe auf Rügen, Bad Hindelang im Allgäu und zahlreichen Gemeinden aus dem Schwarzwald würde Borkum mit der Verleihung des ECARF-Qualitätssiegels die erste allergikerfreundliche Insel Europas.
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