ECARF-Leiter Torsten Zuberbier fordert Weiterentwicklung der Behandlungsmöglichkeiten.
Heuschnupfen ist längst noch nicht in allen Fällen heilbar: Ein europäisches Forscherteam hat in einer Pilotstudie herausgefunden, dass 10 bis 18 Prozent der Patienten mit allergischem Heuschnupfen trotz fachgerechter medizinischer Behandlung mit starken Beschwerden zu kämpfen haben, wodurch ihre Lebensqualität sinkt. Auffälligste Symptome im Alltag einiger Studienteilnehmer waren unkontrolliert tränenden Augen sowie laufende und juckende Nasen.
"Für die Betroffenen bedeutet das nicht nur eine starke Einschränkung ihrer Lebensqualität, sondern auch eine Verminderung ihrer Konzentrations- und damit Leistungsfähigkeit", sagt Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) und Mitverfasser der Studie. "Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, spezifische Behandlungsmethoden wie etwa die Immuntherapie weiterzuentwickeln. Nur so können wir die Heilungschancen schwerer allergischer Rhinitis erhöhen."
Wertvolle Tipps zum Thema Heuschnupfen und allgemein Thema Allergie habe ich hier gefunden.
Gängige Behandlungsmethoden stoßen an Grenzen
Für die Studie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jean Bousquet von der Universität Montpellier wurden fast 800 Heuschnupfenpatienten während der Pollensaison zwei Wochen lang behandelt. Im Zentrum der Beobachtung stand die Veränderung der Heuschnupfensymptome und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität der Betroffenen. Beim Großteil der Patienten waren die gängigen Therapiemöglichkeiten wie zum Beispiel die Behandlung mit Antihistaminika erfolgreich. 10 bis 18 Prozent der Studienteilnehmer litten aber auch weiterhin unter großen Atemwegsbeschwerden, die sie im Alltag, etwa in der Schule, bei der Arbeit oder auch im Schlaf stark belasteten. Erst vor kurzem wurden derartige Probleme von der World Allergy Organisation (WAO) unter dem Begriff „severe chronic upper airway disease“ (SCUAD) als „schwere chronische Erkrankung der oberen Atemwege“ erfasst. Die genauen Zusammenhänge müssen noch weiter erforscht werden.
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