Mit Beginn der Pollenflugsaison empfiehlt der ECARF-Partner "Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst" (PID) einen speziellen Service für Allergiker, der den Zusammenhang zwischen ihren aktuellen Beschwerden und dem lokalen Pollenflug herstellt: das elektronische Pollentagebuch.
Hintergrund
Mit dem Online-Tagebuch, das kostenlos und für jedermann zugänglich ist, möchte der PID in Kooperation mit der Europäischen Pollendatenbank (EAN) Allergikern dabei helfen, die persönliche Beschwerdeintensität mit der Stärke des Pollenflugs am Aufenthaltsort des Betroffenen selbst und schnell zueinander in Beziehung zu setzen. Menschen mit Heuschnupfen und/oder allergischem Asthma durch Pollen können bei der Benutzung des Tagebuchs sehen, welcher Zusammenhang zwischen dem Auftreten klinischer Symptome an Auge, Nase und/oder Bronchien und dem Flug einer bestimmten Pollenart (beispielsweise Birkenpollen) besteht.
Nutzung
Nach seiner Registrierung und einer Dateneingabe wird dem Nutzer die Stärke seiner Symptome graphisch dargestellt. Nach einer Wartezeit von sieben bis zehn Tagen (notwendig zur Analyse der Pollenmessungen) kann er durch Anklicken der einzelnen Pollenarten sehen, welche Konzentration diese Pollen an den Tagen seiner Symptomeingabe hatten, und so Symptome und Konzentration der Pollen in Zusammenhang bringen. Allergiker können damit selbst feststellen, ob zum Beispiel eine Zunahme der Pollenkonzentration in der Luft eine Verstärkung bestimmter Symptome hervorgerufen hat. Je häufiger der Nutzer seine Symptome eingibt, umso besser wird die Darstellung der Korrelation von Symptomen und Pollen. Das Pollentagebuch kann auf der Internetseite der Stiftung genutzt werden.
Schwellenwerte für Pollenallergiker
In Deutschland lösen zwischen zehn bis über 100 Pollen pro Kubikmeter Luft bei Pollenallergikern allergische Symptome aus. Dieser sogenannte Schwellenwert ist von Mensch zu Mensch verschieden, weil die persönliche Empfindlichkeit von Nasen-, Augen- und Bronchialschleimhäuten unterschiedlich ausgeprägt ist. Dabei ist die Reaktion auf die Pollenbelastung bei jedem Allergiker anders und die Intensität der Symptome auch abhängig von Art und Menge der eventuell benutzten Medikamente.
Quelle: ECARF
Kommentare