Allergien, mittlerweile sind sie die Volkskrankheit schlechthin

Allergien beeinträchtigen die Gesundheit, schränken die Lebensqualität ein und können sogar einen akuten, lebensbedrohenden Verlauf haben. Trotzdem besteht die Neigung, Allergien in der Öffentlichkeit und in der Gesundheits- versorgung nach wie vor zu bagatellisieren. Nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie werden nur 10% der betroffenen Patienten mit Atemwegsallergien korrekt therapiert. Ein Fortschreiten der Erkrankung ist die Folge. So entwickeln beispielsweise 40% der Patienten mit einer unbehandelten allergischen Rhinitis im Laufe der Zeit ein allergisches Asthma. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie alles über Allergien und ihre verschiedenen Therapieformen.
"Wir möchten uns an dieser Stelle bei ECARF - Europäische Stiftung für Allergieforschung an der Charité - Universitätsmedizin Berlin für die inhaltliche Unterstützung bedanken."
Hausstauballergie
Milben leben bevorzugt in Betten, Decken und Kissen und dort wo sich Staub bildet
Die Symptome der Hausstauballergie (eigentlich Hausstaubmilbenallergie) sind häufig Dauerschnupfen und Niesanfälle, Augenjucken, Ohrenjucken, Halsschmerzen, Jucken oder Anschwellen der Nasen- oder Rachenschleimhaut, in einigen Fällen auch asthmatische Reaktionen, wie asthmatischer Husten. Viele Deutsche wachen mitten in der Nacht auf, weil sie Schnupfen, Husten oder Atemnot plagen. Die Ursache ist häufig eine Allergie auf Hausstaubmilben, die sich in der feuchtwarmen Umgebung des Bettes besonders wohl fühlen. Hier finden die Milben Lebensbedingungen vor, die für sie optimal sind: 75 Prozent Luftfeuchtigkeit bei einer Temperatur von 25 Grad. Hinzu kommt, dass sich diese winzigen Spinnentiere von Hautschuppen ernähren, von denen Menschen täglich etwa ein Gramm verlieren. Die Beschwerden bei einer Hausstaubmilbenallergie werden durch Substanzen im Kot der Tiere ausgelöst. Vor allem Kinder reagieren oftmals allergisch auf Milbenallergene. Etwa jedes fünfte Kind ist bereits sensibilisiert.1 „Bei Verdacht auf eine Milbenallergie sollte ein auf Allergien spezialisierter Arzt bzw. Kinderarzt aufgesucht werden“, so Dr. Ernst Rietschel von der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA). „Wenn die Auslöser der Beschwerden feststehen, kann der Facharzt eine wirksame Behandlung beginnen und außerdem erklären, wie sich die Belastung mit Milbenallergenen in der Wohnung herabsetzen lässt.“
