135 posts categorized "Allergien bei Kindern"

23. Juni 09

Kinder mit Neurodermitis richtig mit Kortison-Cremes behandeln

Etwa 20 Prozent der Kinder leiden in den ersten beiden Lebensjahren an Neurodermitis. Cremes und Salben können das Hautbild schnell bessern – aber nur, wenn die Grundlagen der Arznei- und Pflegemittel zum Hautzustand passen, so Dr. Christiane Eckert-Lill, Geschäftsführerin Pharmazie der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände bei einem internationalem Fortbildungskongress der Bundesapothekerkammer.

Verordnet der Kinderarzt zum Beispiel bei einer akuten Neurodermitis eine Kortison-haltige Creme, sollte diese nur einmal täglich aufgetragen werden. Die Besserung tritt sehr schnell ein, allerdings müssen Kratzspuren erst langsam abheilen. Das Kortison wird nach etwa einer Woche wieder stufenweise abgesetzt. An den Kortison-freien Tagen sollten Eltern die Haut ihres Kindes mit einer wirkstofffreien Basispflege eincremen, die auf den  Hautzustand abgestimmt ist.

Eckert-Lill: „Viele Eltern haben Angst vor Kortison – das ist bei einer fachgerechten Anwendung unbegründet.“ Bestimmte Steroide können zeitlich befristet auch bei Kindern eingesetzt werden. Allerdings sollte eine Infektion ausgeschlossen sein. Kortison-Cremes gehören auch nicht in den Windelbereich. Für die Behandlung einer chronischen Neurodermitis eignen sich fettreiche Salben besser als eher wässrige Cremes.

Neurodermitis geht immer mit Juckreiz einher. „Wenn Eltern ihr Kind ermahnen, nicht zu kratzen, nutzt das überhaupt nichts“, so Eckert-Lill „Lieber die Haut kühlen und das Kind ablenken, etwa durch ein paar Murmeln in der Hand. Auch das Streicheln oder Zupfen an der Haut lindert den Juckreiz.“

Quelle: ABDA

16. März 09

Gräser-Impf-Tablette hilft Kindern mit Heuschnupfen

An Heuschnupfen erkrankte Kinder, die einmal täglich eine Tablette mit Gräserpollenallergenen unter der Zunge zergehen lassen, leiden weniger unter laufender Nase, Niesattacken und juckenden Augen. Das zeigte eine aktuelle Studie an der Ruhr-Universität Bochum um Professor Dr. Albrecht Bufe. Die Gräser-Impf-Tablette zur ursächlichen Heuschnupfentherapie ist in Deutschland seit November 2008 für die Behandlung von Kindern ab fünf Jahren und Jugendlichen zugelassen.

Für Kinder ist eine Pollenallergie sehr belastend. Sie leiden im Frühling und Sommer unter Schnupfen, Niesen und Augentränen und können nicht unbeschwert draußen spielen. Schulkindern macht dazu noch die durch Heuschnupfen stark beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit zu schaffen. Eine Pollenallergie ist also nicht nur lästig, sondern kann sogar die Schulnoten gefährden.

Die im Januar 2009 veröffentlichte so genannte GT-12-Studie belegt die gute Wirksamkeit einer Gräser-Impf-Tablette bei heuschnupfenkranken Kindern. Mediziner der Ruhr-Universität Bochum hatten dazu gemeinsam mit weiteren Allergologen aus ganz Deutschland insgesamt 253 Kinder und Jugendliche mit Heuschnupfen untersucht1. Ein Teil der Patienten im Alter zwischen fünf und 16 Jahren erhielt spätestens acht Wochen vor dem Beginn der Gräserpollensaison 2007 täglich eine Gräser-Impf-Tablette mit Allergenen aus Wiesenlieschgras. Sie wurden während der gesamten Pollensaison weiterbehandelt. Die Kontrollgruppe wendete dagegen während der gleichen Zeit eine wirkstofflose Tablette (Placebo) an. Beide Gruppen erhielten bei Bedarf antiallergische Medikamente zur Linderung von Allergiesymptomen.

Die im Januar 2009 publizierten Studienergebnisse zeigen, dass eine Allergie-Impfung mit der Gräser-Impf-Tablette bei Kindern und Jugendlichen Allergiesymptome deutlich lindern kann: Die Heuschnupfenbeschwerden der mit Gräserallergenen behandelten jungen Patienten waren in der Gräserpollensaison gegenüber der Placebogruppe um 24 Prozent und in den Zeiten des stärksten Pollenfluges um 28 Prozent reduziert. Sie litten weniger unter Niesattacken, Naselaufen und juckenden Augen und benötigten weniger antiallergische Medikamente. Außerdem erlebten die mit der Gräser-Impf-Tablette behandelten Kinder und Jugendlichen in der Pollensaison häufiger Tage, an denen sie völlig beschwerdefrei waren. Die Behandlung war sicher und gut verträglich. Nur zu Beginn trat oftmals leichter Juckreiz im Mund- und Rachenraum auf. Die guten Studienergebnisse führten bereits Ende 2008 in einem europaweiten Anerkennungsverfahren zur Zulassung der Gräser-Impf-Tablette auch für die Behandlung von Kindern ab fünf Jahren und Jugendlichen.

Die Gräser-Impf-Tablette verringert die Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber Allergieauslösern aus Gräser- oder Roggenpollen. Sie bekämpft daher die Ursache der Allergie, nicht nur die Symptome. Das Therapieprinzip wird als spezifische Immuntherapie (SIT) oder Allergie-Impfung bezeichnet. Die SIT mit regelmäßigen Allergengaben in Form von Spritzen oder Tropfen ist bereits seit Jahrzehnten bewährt. Seit 2006 können Erwachsene in Deutschland ihre Gräser- oder Roggenpollenallergie mit der ursächlich wirkenden Gräser-Impf-Tablette behandeln. „Ebenso wie bei Erwachsenen ist die Immuntherapie mit der Anwendung von Allergenen unter der Zunge auch bei Kindern Erfolg versprechend“, sagte der Leiter der GT-12-Studie, Professor Dr. Albrecht Bufe aus Bochum. Eine frühzeitige Behandlung ist für Kinder mit Heuschnupfen wichtig, denn laut Bufe tritt bei zehn bis 50 Prozent der Kinder mit Heuschnupfen ein begleitendes Asthma auf. Typische Symptome seien nächtlicher Husten in der Pollensaison, pfeifende Atmung und Anfälle von Atemnot.

21. Februar 09

Fastfood: Kindern bleibt die Luft weg

Leben Sie in einem Wohnviertel mit vielen Fastfoodlokalen? Dann sei Ihnen angeraten, ernsthaft über eine Verlegung Ihres Wohnsitzes nachzudenken.

Zumindest, wenn es nach den Forschern der Universität von Michigan geht. Laut einer aktuellen Studie steigt nämlich das Risiko eines Schlaganfalls mit der Zahl der Fastfood-Restaurants in der Nachbarschaft. Menschen, in deren Wohnviertel viele solcher Schnellbrätereien liegen, haben demzufolge ein um 13 Prozent höheres Risiko für einen ischämischen, durch eine Blutung ausgelösten Hirninfarkt als Personen, in deren Umgebung solche Restaurants kaum vorkommen.

Ebenfalls in der Studie berücksichtigt wurden auch demografische und wirtschaftliche Faktoren der jeweiligen Gegend. "Diese Daten zeigen einen tatsächlichen Zusammenhang", betont der Neurologe und Studienautor Lewis Morgenstern, der die Ergebnisse in San Diego präsentiert hat. Ob sich das Risiko aber wegen der Inhaltsstoffe erhöht oder Fastfoodlokale nur auf ungesunde Viertel hinweisen, bleibt zu untersuchen.

Asthma wegen Fastfood

Dass übermäßiger Konsum von Fastfood wiederum das Asthma-Risiko bei Kindern erhöhen kann, darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin unter Berufung auf eine weitere aktuelle US-Studie hin. So seien Kinder, die von der Mutter gestillt wurden, meistens gegen Asthma geschützt; allerdings könnte dieser Schutzeffekt der Muttermilch wieder aufgehoben werden, wenn der Nachwuchs im Verlauf der Kindheit zu viel Fastfood isst.

Die Forscher untersuchten mehr als 700 Kinder, von denen 246 unter der chronischen Atemwegserkrankung litten. Warum aber Fastfood die Asthma-Neigung erhöhen kann, ist ungeklärt. Als Ursache werden Mangelernährung und Fettleibigkeit vermutet.

Quelle: Wiener Zeitung

11. Februar 09

Behandlung einer Refluxerkrankung bei Kindern kann Asthmabeschwerden deutlich lindern

Etwa zwei Drittel der Kinder mit

Asthma

leiden zugleich an starkem Sodbrennen bzw. der so genannten Refluxkrankheit (im Englischen auch GERD = gastroesophageal reflux disease genannt). Diese steht im Verdacht, mit der asthmatischen Erkrankung in ursächlichem Zusammenhang zu stehen und deren Entwicklung voranzutreiben. Allerdings können die asthmatischen Beschwerden der Betroffenen durch eine zielgerichtete Behandlung der Refluxerkrankung deutlich verringert werden. Darauf weisen die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie hin, die im November auf der Jahreskonferenz des American College of Allergy, Asthma and Immunolgy in Seattle vorgestellt wurde.

In der Untersuchung am West Jefferson Medical Center in New Orleans mit 62 Asthmatikern im Alter zwischen 6 und 11 Jahren wurde bei 44 der Kinder eine Refluxkrankheit festgestellt. Daraufhin erhielten die GERD-positiven Patienten zusätzlich eine medikamentöse oder operative GERD-Therapie, die restlichen 18 Asthmatiker ohne Reflux wurden wie gehabt weiter behandelt. Zwei Jahre später erlitten die gegen Reflux behandelten Kinder nur noch höchstens einen Asthma-Anfall pro Jahr, während bei unbehandelten Kindern mit Reflux durchschnittlich bis zu drei Anfälle pro Jahr auftreten können. Die gegen Reflux behandelten Kinder wiesen auch eine bessere Lungenfunktion auf als unbehandelte Patienten und benötigten über Jahre hinweg weitaus weniger Asthma-Medikamente. Insbesondere Kinder mit chronischem Asthma, bei denen keine bekannten Risikofaktoren vorliegen und die trotz der regelmäßigen Einnahme von effektiven Asthma-Medikamenten keine Verbesserung erzielen, sollten auf Reflux untersucht und bei positivem Befund entsprechend behandelt werden.

Bei Patienten mit Reflux wird der Übergang zwischen Magen und Speiseröhre nicht vollständig durch den Pförtnermuskel abgeriegelt, so dass scharfe Magensäure beim Aufstoßen ungehindert in die Luftröhre aufsteigen kann. Neben Schleimhautreizungen und Schädigungen der Speiseröhre können die Magensäuretröpfchen, die von den Betroffenen beim Aufstoßen eingeatmet werden, auch zu Veränderungen des Immunsystems führen. Durch das chronische Einatmen von Magensäuretröpfchen über längere Zeit hinweg kann das Immunsystem schließlich entgleisen, was das Risiko für die Entwicklung eines Asthmas bronchiale erhöht.

Quelle: Kinderaerzte im Netz

03. Februar 09

Einstellung der Eltern beeinflusst Asthma-Kontrolle ihres Kindes

Etwa ein Drittel der Kinder mit chronischem Asthma haben ihre Krankheit weniger gut unter Kontrolle, als es eigentlich möglich wäre. Dabei spielt die Überzeugung der Eltern, ob sich das Asthma ihres Kindes in den Griff bekommen lässt, offenbar eine entscheidende Rolle und beeinflusst ganz wesentlich, wie gut es dem Kind mit seiner Krankheit letztendlich geht. Darauf weisen die Ergebnisse einer aktuellen wissenschaftlichen Studie aus den USA, für die 754 Kinder mit chronischem Asthma im Alter zwischen 2 und 12 Jahren und deren Eltern interviewt wurden. Asthmatische Beschwerden bei den Kindern traten umso häufiger auf, je weniger ihre Eltern davon überzeugt waren, dass sich die Erkrankung gut kontrollieren lässt.

Konsequente Therapie ist wichtig

Die Kinder hatten auch umso häufiger Asthma-Beschwerden, je unregelmäßiger sie ihre Asthma-Medikamente eingenommen hatten. Bei der Befragung der Eltern stellte sich dann heraus, dass viele von ihnen Asthma als eine vorübergehend auftretende Krankheit betrachten - anstelle einer chronischen Erkrankung, was sie eigentlich ist. Mit dieser falschen Überzeugung tendieren Eltern aber dazu, nur dann therapeutische Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Krankheit Beschwerden macht, also offensichtlich Bedarf besteht. So werden die so genannten Bedarfsmedikamente nur dann eingenommen, um zum Beispiel nach Kontakt mit einem Asthma-Auslöser, der sich nicht verhindern ließ, die Symptome abzumildern. Es ist aber auch ohne auftretende Beschwerden erforderlich, gegen die chronische Entzündung der Bronchien, die dem Asthma zu Grunde liegt, medikamentös vorzugehen. Bei regelmäßiger Einnahme der sogenannten Kontroller-Medikamente, die entzündungshemmend wirken, werden die Patienten dann auch auf unerwartet auftretende Asthma-Auslöser weniger gravierend reagieren – das heißt, sie haben insgesamt weniger Beschwerden und ihr Asthma besser unter Kontrolle.

Quelle: Kinder- & Jugendärzte im Netz

27. Januar 09

Marktplatz Allergie Buchtipp: Unser Baby hat Neurodermitis - wir schaffen das!

Unser Baby hat Neurodermitis - wir schaffen das! Ein Ratgeber für die Familie 	 Unser Baby hat Neurodermitis - wir schaffen das! Ein Ratgeber für die Familie Von Friederike Kuppe Stress, Müdigkeit, Sorgen und Ärger: Wenn ein Kleinkind von Neurodermitis betroffen ist, leidet die ganze Familie an den physischen und vor allem psychischen Belastungen dieser chronischen Hautkrankheit. Die Neurodermitis eines kleinen Kindes erfordert Kraft und Durchhaltevermögen der Eltern in hohem Maße.

Einfühlsam widmet sich Friederike Kuppe in diesem Buch den alltäglichen Problemen im Familienleben. Ein besonderes Anliegen ist ihr die spezielle Situation junger Familien mit Kindern, die bereits im Baby- oder Kleinkindalter von Neurodermitis betroffen sind.

Als Psychologin, vor allem aber als Mutter zeigt Frau Kuppe, wie es gelingen kann, die eigenen Gefühle besser zu verstehen und psychischen Belastungen, Schuldgefühlen und Sorgen, die mit der Neurodermitis des Kindes einhergehen, kompetent zu begegnen.

Die Autorin gibt Rat bei Konflikten und zeigt, welche Chancen in der Bewältigung liegen: wenn die Partnerschaft unter der Belastung leidet, sich Geschwister vernachlässigt fühlen, Großeltern kein Verständnis zeigen und Fremde das Falsche sagen.

Praktische Vorschläge für Familienmanagement, Arztbesuch, Allergieprävention, Urlaub oder Fremdbetreuung erleichtern den Alltag und helfen die Krankheit gelassen zu meistern.

»Dieses Buch macht Mut und fordert dazu auf, nicht zu verzweifeln, sondern die Krankheit als Herausforderung mit gutem Ausgang zu begreifen.« (Thomas Schwennesen, Deutscher Neurodermitis Bund e. V.)

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10. Dezember 08

17 Prozent der Kinder sind Allergiker

Fast 17 Prozent der Kinder- und Jugendlichen haben einer Studie zufolge mindestens eine allergische Erkrankung. Sie litten in den zwölf Monaten vor der Befragung entweder an Heuschnupfen (knapp 9 Prozent), Asthma (rund 3 Prozent) oder Neurodermitis (gut 7 Prozent). Das geht aus Zahlen des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) hervor, auf den sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln und das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin beziehen.

Kinder aus Familien mit mindestens einem allergischen Elternteil sind deutlich häufiger von Heuschnupfen betroffen als andere. Haben die Kinder dagegen mindestens ein älteres Geschwisterkind, sinkt das Risiko für Heuschnupfen. Auch der Sozialstatus spielt den Angaben zufolge eine Rolle: Kinder aus Familien mit hohem sozialen Status leiden öfter unter Heuschnupfen als Gleichaltrige aus Familien mit niedrigem Sozialstatus.

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Auf Allergene verzichten

Sind die Eltern Allergiker, sollten sie ihr Kind möglichst mindestens vier Monate lang stillen. Ist das nicht möglich, raten die Experten zu sogenannter hydrolisierter, weniger allergen wirkender Säuglingsnahrung. In manchen Fällen könne es zudem hilfreich sein, wenn die Mutter während der Stillzeit auf bestimmte Nahrungsmittelallergene in ihrer eigenen Nahrung verzichtet. Wichtig sei überdies, Kinder vor und nach der Geburt vor Passivrauch zu schützen, sie nach den Impfempfehlungen zu impfen und ein feuchtes Wohnklima zu vermeiden. Darüber hinaus sollte in der Familie kein Haustier mit Fell leben.

Informationen zur Gesundheit von Kindern haben die BZgA und das RKI in der Broschüre "Erkennen - Bewerten - Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" zusammengestellt. Sie kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter www.kindergesundheit-info.de, Stichwort "Für Fachkräfte".

Quelle: n-tv

06. Dezember 08

PISA und Allergien

PISA zeigt in regelmäßigen Abständen, welche Leistungen Schüler im internationalen Vergleich erbringen. Mangelnde Leistungen sind jedoch nicht immer Schuld der Schüler oder des Schulsystems. Unbehandelte Allergien können zu vermeidbaren Beeinträchtigungen führen, da sie die Leistungsfähigkeit der Betroffenen erheblich einschränken. Bei Schülern mit Pollenallergie vermindert sich das Ergebnis bei Prüfungen während des Pollenflugs um ca. 20 %. Das Langzeitlernvermögen kann sich um 30 % vermindern, wie auch eine aktuelle britische Studie belegt. Allergien nehmen in allen industrialisierten Ländern zu. Heute ist bereits jeder Dritte von einer Allergie betroffen. 2015 wird etwa die Hälfte der Bevölkerung an Allergien leiden. Schätzungen zufolge wird nur bei ca. 10 % aller Allergiker die Krankheit korrekt diagnostiziert und behandelt. Für 90 % bedeutet dies eine vermeidbare Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit und ebenso eine unnötige Einschränkung der Lebensqualität, da moderne Therapien vorhanden sind.

Weitere Informationen zu Allergien bietet Ihnen die Europäische Stiftung für Allergieforschung ECARF hier im Internet: http://www.ecarf.org/index.php?id=152&L=1

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung ECARF ist gemeinnützig. Sie hat ihren Sitz an der Charité - Universitätsmedizin Berlin und engagiert sich speziell in der Forschung, Diagnostik und Therapie von Allergien. Leiter ist Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier. ECARF vergibt kostenlos europaweit ihr Gütesiegel für allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Die Stiftung ist Mitglied im EU-geförderten internationalen Allergie- und Asthma-Netzwerk GA²LEN.

Quelle: ECARF

14. Oktober 08

Gräser-Impf-Tablette wirkt effektiv und sicher bei Kindern

Die Gräser-Impf-Tablette mit Allergenen aus Wiesenlieschgras bessert bei Kindern mit Heuschnupfen oder Asthma
aufgrund einer Gräser- oder Roggenpollenallergie signifikant die Symptome
und senkt den Medikamentenverbrauch. Das sind die Ergebnisse der GT-12-Studie, die am 12. September 2008 auf dem 3. Gemeinsamen Deutschen Allergie-Kongress in Erfurt präsentiert wurden.

Eine spezifische Immuntherapie ist die einzige ursächlich wirkende Behandlung bei Pollenallergien. Die regelmäßige Applikation von standardisierten Pollenallergenen führt zu einer anhaltenden Toleranz des Immunsystems. Bei Erwachsenen mit einer Allergie gegen Gräser- oder Roggenpollen hat sich seit zwei Jahren eineinnovative Gräser-Impf-Tablette mit standardisierten Wiesenlieschgrasallergenen bewährt. Das Präparat bessert die Pollenallergie ebenso effektiv wie eine spezifische Immuntherapie mit Spritzen.

Aktuelle Studienergebnisse bestätigten jetzt die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit
der Gräser-Impf-Tablette auch bei allergiekranken Kindern. Professor Dr.
Albrecht Bufe, Kinder- und Jugendarzt aus Bochum, stellte am 12. September 2008 auf dem 3. Gemeinsamen Deutschen Allergie-Kongress in Erfurt die Ergebnisse der GT-12-Studie vor: Die Gräser-Impf-Tablette reduzierte die Heuschnupfensymptome der Kinder und Jugendlichen um 28% und senkte den Medikamentenbedarf um 65% (Medianwerte). Außerdem hatten die mit der Gräser-Impf-Tablette behandelten Kinder deutlich mehr symptomfreie Tage, als die Kinder der Placebogruppe. „Die Wirkung und die Verträglichkeit der Gräser-Impf-Tablette ist bei Kindern ebenso gut, wie wir es schon aus den mehrjährigen Studien mit Erwachsenen kennen“, stellte Studienleiter Bufe fest.

Die Symptome von saisonalem Asthma reduzierten sich durch die Gräser-Impf-Tablette um 60%. Zudem verringerte die Tablette im Vergleich zu Placebo die Anzahl der Tage mit Asthmasymptomen um 67% (Medianwerte). Unter Placebo trat an dreimal soviel Tagen Asthma auf. „Heuschnupfen ist ein großes Risiko für Asthma. Möglicherweise lässt sich mit der Gräser-Impf-Tablette auch der Etagenwechsel zum Asthma stoppen. Das muss allerdings erst noch belegt werden“, sagte Bufe.

An der GT-12-Studie nahmen 253 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 16 Jahren teil. Sie litten unter allergischem Schnupfen mit oder ohne Asthma aufgrund einer Allergie auf Gräser- oder Roggenpollen. Ein Teil der Kinder und Jugendlichen erhielt spätestens acht Wochen vor dem Beginn der Gräserpollensaison 2007 täglich eine Gräser-Impf-Tablette und wurde während der gesamten Pollensaison weiterbehandelt. Die Kontrollgruppe wendete dagegen während der gleichen Zeit ein Placebo an.

Die Anwendung der Tablette ist – nachdem sie einmal unter Aufsicht des Arztes eingenommen wurde – einfach zu Hause möglich. Sie löst sich unter der Zunge innerhalb weniger Sekunden auf und setzt die Allergene frei. Bis auf leichte bis selten moderate, lokale Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung ist die Gräser-Impf-Tablette sicher und gut verträglich.

Die europaweite Zulassung für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen ist aufgrund der überzeugenden Studienergebnisse der GT-12-Studie bereits beantragt.

Quelle: Quelle: ALK-Abelló Arzneimittel GmbH/ MasterMedia GmbH

03. Oktober 08

Schulprojekt weckt Bewusstsein für Asthma

Um die Vorbeugung von Asthma an Schulen zu fördern, gibt es in Hamburg ein neues Schulprojekt. Damit solle nicht nur das Wissen von Schülern und Lehrern gefördert werden, sondern auch das Bewusstsein für Asthma geweckt werden, so das Unternehmen AstraZeneca, das das Projekt fördert. Unterstützt wird das Projekt auch von der Ärztekammer Hamburg.

www.asthma-verstehen.de

Quelle: Ärztezeitung

ECARF-Qualitätssiegel für allergendichten Babyschlafsack und allergendichtes Reiselaken vergeben

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung – ECARF hat den allergendichten Babyschlafsack und das allergendichte Reiselaken mit dem Gütesiegel für allergikerfreundliche Produkte ausgezeichnet. Allergenquellen, wie z. B. Tierhaarallergene, Pollenallergene, Hausstaubmilbenallergene, etc.  lassen sich in jeder normalen häuslichen Umgebung finden, so dass sensible Menschen mit allergischen Symptomen reagieren können. Die auftretenden Beschwerden beeinträchtigen die Lebens- und Arbeitsqualität der Betroffenen.

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Der Futterstoff des Babyschlafsacks ist aus dem Textilmaterial EVOLON hergestellt. Der äußere Bezug besteht aus allergendichten Fasern, die allergene Partikel fast komplett aussperren. Das Material des Reiselakens ist identisch mit dem Oberflächenmaterial des Schlafsacks.

Die Firma MEDI TECH GmbH hat sich auf die Bereich Orthopädie und Hausstauballergikerschutz spezialisiert und ist in Münster ansässig.

Quelle: www.ecarf.org

01. Oktober 08

Landleben schützt schon Ungeborene vor Asthma

Das Landleben schützt offensichtlich bereits ungeborene Kinder vor Asthma. Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Kontakt zu Tieren, Getreide oder Heu hatten, bekommen im späteren Leben seltener allergische Atemweg- und Hauterkrankungen.

Für einen optimalen Schutz vor diesen Beschwerden sei aber ein anhaltender Kontakt zu Nutztieren oder Getreide nötig. Das berichten Wissenschaftler aus Neuseeland und Deutschland im "European Respiratory Journal" (32, 2008, 603).

Aus früheren Untersuchungen war bereits bekannt, dass Kinder, die sich häufig auf dem Land aufhalten, seltener unter allergischen Erkrankungen leiden. Vor allem der Verzehr frischer Kuhmilch und der Aufenthalt in Kuhställen wurde für den beobachteten Schutz verantwortlich gemacht. Das Phänomen wurde als Bauernhof-Effekt bekannt. Dr. Jeroen Douwes von der Massey Universität in Wellington in Neuseeland und seine Mitarbeiter bestätigten mit ihrer Untersuchung nun zunächst, dass Kinder von Bauern tatsächlich seltener an Asthma und ähnlichen Allergien erkranken als Stadtkinder.

Darüber hinaus ergab ihre Befragung von insgesamt 2509 Bauernfamilien und 1001 Stadtfamilien, dass die schützende Wirkung bereits während der Schwangerschaft auf die ungeborenen Kinder übertragen wird. Wie das geschieht, ist bisher unklar. Die Kinder litten jedenfalls deutlich seltener an Asthma, Heuschnupfen und sogenannten atopischen Ekzemen. Am stärksten reduzierte sich das Risiko für Kinder, die selbst später auch auf dem Land lebten.

Quelle: Ärztezeitung

In Kinderzimmern herrscht oft dicke Luft

In vielen Kinderzimmern herrscht buchstäblich dicke Luft. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" hat das Umweltbundesamt (UBA) bei Messungen in 555 Kinderzimmern nur 55 Prozent der Raumluftproben als "hygienisch unbedenklich" eingestuft.

Die Dessauer Behörde empfiehlt Eltern deshalb dringend, bei ihren Kleinen öfter zu lüften. Häufig seien auch die Konzentrationen flüchtiger Kohlenwasserstoffe in der Luft erhöht gewesen. Ursache dafür seien am häufigsten Haushaltsreiniger und künstliche Aromen, aber auch Möbel und Spielzeug, Duftsprays und ­kerzen.

Quelle: Ärztezeitung

30. September 08

Giftige Körperpflege für Kinder

Die amerikanische gemeinnützige Interessensgruppe EWG (Environmental Working Group) weist darauf hin, daß Kinder durch Körperpflegeprodukte täglich durchschnittlich 60 verschiedenen Chemikalien ausgesetzt sind.

Die Körper der Kinder reagieren anders als die der Erwachsenen, wenn sie Toxinen ausgesetzt sind. Auch kleine Dosen können ihrem empfindlichen, da in der Entwicklung befindlichen, Körper schaden und sie somit anfällig machen für Allergien, häufige Infektionen, Erkältungen bzw. Verhaltensstörungen.
Toxine in großen Mengen

In der Ausgabe der Zeitschrift Pediatrics vom Februar 2008 wurde zum ersten Mal darüber berichtet, daß Babys und Kinder Toxinen aus Babyprodukten, wie Shampoo, Körpermilch und Puder, ausgesetzt sind. Abhängig von den Inhaltsstoffen der Körperpflegeprodukte für Kinder besteht die Gefahr einer Überlastung mit Toxinen.

Duftstoffe, künstliche Färbemittel, Konservierungsmittel, starke Detergentien und Salicylate sind einige der schädlichen Bestandteile der Körperpflegeprodukte.
Babyprodukte bedeuten keine Sicherheit

Die meisten Menschen sind sich nicht darüber im Klaren, daß, nur weil ein Produkt als Babyprodukt ausgewiesen ist, es noch lange nicht sicher ist. Besonders täuschend ist das bei Zahnpasta. Viele der beliebten Kinderzahnpasten enthalten Glitzerpartikel, leuchtende Farben und schmecken nach Kaugummi.

Natriumlaurylsulfat ist ein üblicher Bestandteil von Zahnpasta, Shampoos, Schaumbädern und Hautpflegeprodukten. Es ist ein Tensid, das für Schaum sorgt.

Süßstoffe in Kinderzahnpasta
Künstliche Süßstoffe sind ebenfalls ein gängiger Bestandteil der Kinderzahnpasta. Wir sind mittlerweile so abhängig von Zucker, daß es schwerfällt, unsere Kinder zum Zähneputzen zu motivieren, wenn diese nicht süß schmeckt. Meist wird dafür Saccharin verwendet. Es war früher auch in den USA von der Arzneimittelzulassungsbehörde FDA verboten, gilt mittlerweile aber als sicher.

Auch Teenager sind den toxischen Bestandteilen ausgesetzt, da sie inzwischen von der Kosmetikindustrie als Zielgruppe auserkoren sind.

Quelle: LifePR/ZDG Ges. für Ernährungsheilkunde GmbH

29. September 08

Erhöht Paracetamol bei Babys das Asthmarisiko?

Babys, die Paracetamol bekommen haben, erkranken später häufiger an Asthma, allergischem Schnupfen und Hautausschlägen. Das ergab eine Studie, die in einem Sonderheft von "Lancet" (372, 2008, 1039) zu Asthma veröffentlicht ist.

Die Autoren haben jedoch lediglich einen statistischen und keinen ursächlichen Zusammenhang gefunden. Das Medikament sollte erst ab einer Körpertemperatur von 38,5°C verwendet werden, so die Autoren. Bei Kindern, die Paracetamol im ersten Lebensjahr bekamen, war die Rate von Asthma-Symptomen im Alter von sechs bis sieben Jahren um 46 Prozent höher als bei Gleichaltrigen, die das Schmerzmittel nicht bekommen hatten.

Das Risiko für allergischen Schnupfen lag 48 Prozent höher und das für Hautausschläge 35 Prozent. Außerdem beobachteten die Forscher, dass das Asthma-Risiko von Kindern, die in dem Jahr vor der Untersuchung Paracetamol genommen hatten, von der Höhe der Dosis abhing.

Für die Studie befragten sie die Eltern von 200 000 Kindern im Alter von sechs bis sieben Jahren in 31 Ländern.Professor Richard Beasley vom Medizinischen Forschungsinstitut Neuseelands betonte, dass Paracetamol nach wie vor das beste Medikament für Kinder bei Fieber und Schmerzen sei. Er wies aber daraufhin, dass die WHO davor warne, das Mittel Kindern regelmäßig zu geben.

Quelle:  Ärzte Zeitung

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