58 posts categorized "Hausstauballergie"

22. Januar 09

Wo wohnen Hausstaubmilben ungern?

Überempfindlichkeit, Unverträglichkeit, Allergie -
jeder kennt jemand, der davon betroffen ist, oder ist bereits selbst Opfer
dieser Volkskrankheiten. Besonders häufig ist die Hausstauballergie. Sie
ist keine direkte Reaktion auf den Staub, sondern auf die Ausscheidungen
der winzigen Staubmilbe. Die fühlt sich überall dort wohl, wo sich kleine
Partikel in Ritzen und Fasern verbergen können, in denen sie Zuflucht und
Nahrung finden. Neben Möbeln, Vorhängen und Betten entscheidet auch der
Bodenbelag darüber, wo sich die kleinen Spinnentiere häuslich einrichten
können.

Keine Zuflucht für Staubmilben
Fliesen sind deshalb als Bodenbelag zu empfehlen, weil sie den Staubmilben
durch ihre glatte Oberfläche keine Verstecke bieten. Zudem kann auch der
dekorativste Fliesenboden jederzeit ohne großen Aufwand feucht gewischt
werden. Der Staub verschwindet so im Putzwasser und wird nicht aufgewirbelt
wie beim Kehren oder Staubsaugen. Teppichböden und sogar die Ritzen von
Naturholz bieten Staub und den darin lebenden Lästlingen dagegen Zuflucht.
Ideal für Allergiker sind zudem Flächenheizungen. Radiatoren versetzen die
Luft in einen permanenten Kreislauf und wirbeln Schwebepartikel ständig
auf. Eine Fußbodenheizung dagegen erzeugt sanfte Strahlungswärme, der Staub
bleibt am Boden

Reizarmes Raumklima
Auch in diesem Zusammenhang punkten keramische Fliesen, da sie aufgrund
ihres guten Wärmetransports und gleichmäßiger Abstrahlung als idealer Belag
für Flächenheizungen ein reizarmes Raumklima unterstützen (Informationen
unter www.fliesenverband.de). Gut für die Raumluft sind die gebrannten
Keramikbeläge noch aus einem anderen Grund: Fliesen geben keinerlei
Emissionen ab. So genannte flüchtige organische Verbindungen, die aus
anderen Belagsmaterialien entströmen können, werden als Allergieauslöser
betrachtet, können also die Entstehung von Atemwegsproblemen bis hin zu
Allergien und Asthma begünstigen.

Quelle: ddp direkt


29. Oktober 08

Wichtige Informationen für Hausstaubmilbenallergiker

Heute habe ich eine sehr interessante Seite für Hausstaubmilbenallergiker entdeckt:

http://www.vdfi.de/infomat.htm

Hier kann man folgendes Informationsmaterial anfordern

  1. Animationsfilm „Natürlich träumen“ über die DIN EN 12934
  2. Film Daunen und Federn – eine Gabe der Natur
  3. Informationsbroschüre zum Thema „Bettwaren für Hausstaubmilbenallergiker – Nomite“
  4. Infopaket für Hausstaubmilbenallergiker

Ich hoffe, Sie finden dort das was Sie schon immer gesucht haben und nirgends gefunden haben.

22. September 08

Lüften des Schlafzimmers hilft gegen Milben

Häufiges Lüften hilft gegen Hausstaubmilben. Die kleinen Tiere bevorzugen warme und relativ feuchte Luft, erklärt die Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) in Hamburg. Da sich Hausstaubmilben häufig im Bett aufhalten, sollte das Schlafzimmer nicht beheizt werden.

Zudem sollten keine Luftbefeuchter verwendet werden. Gerade im Herbst und Winter ist die Milbenbelastung am höchsten. Allergiker reagieren auf Ausscheidungen der Tiere mit Husten, Schnupfen, Niesen und Atemnot. Milbendichte Matratzenüberzüge lindern die Beschwerden. Allergiker sollten Bettdecken, Kissen und Laken regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen. Nicht waschbare Gegenstände wie Kuscheltiere sollten ab und zu für 24 Stunden ins Gefrierfach gelegt werden. Natürliche Materialien wie Daunen oder Federn seien synthetischen Bettdecken und Kissen vorzuziehen, so der DGAKI.

Quelle: www.geomix.at

20. September 08

ECARF-Siegel für HEPA-Filter und Staubsaugerbeutel

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung – ECARF hat den HEPA-13-Filter media und den Staubsaugerbeutel Clinic Anti-Allergy mit dem Gütesiegel für allergikerfreundliche Produkte ausgezeichnet.

Allergene (Tierhaarallergene, Hausstaubmilbenallergene) kommen in jeder normalen häuslichen Umgebung vor, so dass sensible Menschen mit allergischen Symptomen reagieren können. Dadurch sind besonders allergische Personen in ihrer Lebens- und Arbeitsqualität beeinträchtigt.

Das zertifizierte Staubsaugerzubehör garantiert, dass fast alle Staubpartikel wie Pollen, Milbeneier und -ausscheidungen aus der Luft gefiltert werden. Dadurch sind nach dem Reinigen fast alle Allergene aus den Teppichen, Möbeln oder anderen Einrichtungsgegenständen entfernt.   

Die Firma Electrolux ist in Stockholm, Schweden, ansässig.

Quelle: www.ecarf.org

21. April 08

Milben lieben Männer

Männer nehmen es mit dem Haushalt nicht so genau, zeigt eine Studie. Sind Kühlschrank, Schlafzimmer & Co. aber nicht sauber, kann das zum Gesundheitsrisiko werden.

Nach einem Frühjahrsputz erstrahlt nicht nur die Wohnung in neuem Glanz. Auch die Gesundheit profitiert von der Generalreinigung. Denn die größten Keimquellen im Haushalt, der Kühlschrank, das Spülbecken sowie Geschirrtücher und -schwämme, können gesundheitsgefährdende Erreger enthalten. Doch Hygiene ist offenbar keine Männersache: Vor allem im Kühlschrank und im Schlafzimmer sehen sie es nicht so eng mit der Sauberkeit, zeigt eine Online-Umfrage des Lifestyle-Magazins „Men’s Health“ unter 1314 deutschen Männern.

www.esprit.de

49 Prozent gaben an, nur einmal pro Monat ihre Bettwäsche zu wechseln, weitere 33 Prozent tun das einmal alle zwei Wochen. Zur Freude aller Hausstaubmilben begnügen sich sieben Prozent sogar mit nur einem neuen Bezug pro Halbjahr.

Mythos selbstreinigender Kühlschrank

In den Kühlschränken der Männer herrschen ähnlich desolate Zustände, glaubt man der Umfrage: 49 Prozent reinigen ihn nur einmal pro Halbjahr, 21 Prozent einmal im Monat. 13 Prozent putzen den Kühlschrank sogar nur einmal pro Jahr, und ebenso viele Männer noch seltener. Allein in normal gereinigten Kühlschränken fühlen sich im Schnitt 11,4 Millionen Keime pro Quadratzentimeter wohl, haben Wissenschaftler der University of Arizona entdeckt – eine Toilette weist nur etwa 100 verschiedene Erreger auf. Sind Frauen am Hausputz beteiligt, sieht die Hälfte aller Kühlschränke laut einer GfK-Umfrage ein- bis zweimal pro Monat den Putzlappen – die Toilette dagegen wöchentlich.

Immerhin erklärten 47 Prozent der Männer in der Umfrage des Lifestyle-Magazins, dass sie den obligatorischen Frühjahrsputz in ihrer Wohnung selbst erledigen. Weitere 26 Prozent teilen sich die Arbeit mit ihrer Partnerin, während 15 Prozent gleich ganz auf die lästige Putzerei verzichten. Zwar überlassen nur drei Prozent den Job allein ihrer Partnerin. 70 Prozent würden sie beim Putzen aber gern einmal nackt sehen. Ganze sechs Prozent übergeben das Reinemachen voll ihrer Mutter.

Männliche Putzteufel

Daraus darf man aber nicht den Schluss ziehen, dass die deutschen Männer jegliche Hausarbeit vermeiden. Immerhin 57 Prozent sagten in der Umfrage aus, dass sie sich pro Woche ein bis drei Stunden damit beschäftigen. 25 Prozent investieren weniger als eine Stunde in die Hausarbeit. Reinlicher zeigt sich nur eine kleine Minderheit: Zwölf Prozent putzen ihre Wohnung drei bis fünf Stunden wöchentlich, und weitere fünf Prozent verbringen noch mehr Zeit damit.

Mit den meisten Haushaltskeimen wird ein gesundes Abwehrsystem gut fertig. Menschen mit geschwächtem Immunsystem dagegen können mit Magen-Darm-Problemen reagieren. Davon, den Erregern mit Desinfektionsmitteln zu Leibe zu rücken, raten Experten jedoch ab. Sie können Allergien und Ekzeme auslösen und belasten die Umwelt.

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Quelle: www.focus.de

13. Januar 08

Ungeliebte Bettgenossen

Auch Singles schlafen nicht alleine. Sie teilen ihr Bett mit tausenden winzigen Tierchen. Im feucht-warmen Schlafzimmer fühlen sich Hausstaubmilben und Schimmelpilze nämlich besonders wohl. Für Gesunde kein Problem, können Allergiker auf die Mitbewohner starke Beschwerden entwickeln. Um Asthma zu verhindern, müssen sie die ständige Belastung mit den Allergenen in ihren Schlafräumen konsequent reduzieren.

Für Menschen mit einer Allergie gegen Hausstaubmilben oder Schimmelpilze beginnt mit der Heizperiode eine Leidenszeit. Sie atmen die im Hausstaub abgelagerten, durch die warme Heizungsluft aufgewirbelten Allergenpartikel ein. Der Schnupfen oder Husten, der sich daraufhin einstellt, wird oft mit einem „normalen“ Infekt verwechselt und bleibt häufig untherapiert. Eine unterschätzte Gefahr, denn gerade bei Innenraumallergien, wie die gegen Milben, scheint das Risiko einer Ausbreitung allergischer Symptome auf die Lunge besonders hoch zu sein. Chronisches Asthma droht.

 

Mitbewohnerin Hausstaubmilbe


In unseren Pölstern, Tuchenten und Matratzen wimmelt es nur so von mikroskopisch kleinen Spinnentierchen, den Hausstaubmilben. Sie lieben das feuchtwarme Klima beheizter Räume und verzehren unsere Hautschuppen, die wir täglich verlieren. Auch Kuscheltiere bieten den Milben ideale Lebensbedingungen. Rund 1.000 Milben und bis zu 25.000 Kotbällchen dieser Tiere finden sich in nur einem Gramm Hausstaub.

 

Allergieauslösend ist der eiweißhältige Milbenkot, der sich mit der Atemluft verbindet. Rote, juckende Augen, eine verstopfte oder laufende Nase, Niesreiz sowie Atemprobleme können die Folgen sein. Die Beschwerden sind nachts und nach dem Aufstehen am stärksten.

 

Biotop für Pilze im Kopfpolster


Britische Forscher haben entdeckt, dass auch Millionen Pilzsporen unsere Betten besiedeln. Sie ernähren sich vom Milbenkot. Die Hausstaubmilben wiederum benötigen die Pilze als „Verdauungshilfe“.

 

Drei Therapiesäulen

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Die Behandlung von Allergien umfasst im wesentlichen drei Möglichkeiten: die medikamentöse Linderung der Symptome, die Bekämpfung der Ursache (Hyposensibilisierung, „Allergie-Impfung“) und die Vermeidung bzw. Reduktion von Allergieauslösern.

 

ALLERGENREDUKTION


Mit der Beseitigung der Allergieauslöser sollte im Schlaf- bzw. Kinderzimmer begonnen werden, weil die Allergiker ihnen hier stundenlang am stärksten und längsten ausgesetzt sind.
Experten raten, milbendichte Bettbezüge, sogenannte „Encasings“,  zu verwenden. Sie bilden eine Barriere gegen die Allergenpartikel in den Pölstern, Tuchenten und Matratzen.
Milbendicht, schweißdurchlässig und atmungsaktiv sind die Kennzeichen guter Encasings. Damit erfolgt zwar eine umfassende Allergenreduktion, die alleinige Verwendung solcher Überzüge genügt aber meist nicht, um die Beschwerden zum Verschwinden zu bringen.

 

Die Staubbelastung zu minimieren ist oberstes Gebot. Das bedeutet weg mit Staubfängern wie Teppichböden, Polstermöbeln und nicht waschbaren Vorhängen. Ideal sind leicht zu reinigende Möbeln und aufwischbare, glatte Fußböden. Kann auf Teppiche nicht verzichtet werden, lassen sich diese mit speziellen Sprühlösungen behandeln, die die Milben durch Austrocknung vernichten.

 

Ob die Nächte beschwerdefrei und erholsam verlaufen, hängt eng mit dem Raumklima zusammen. Die Luftfeuchtigkeit im Schlafbereich soll bei höchstens 40 bis 50% liegen, die  Raumtemperatur 20º Celsius nicht übersteigen. Dann fühlen sich die Milben nicht mehr wohl. Ergänzende Maßnahmen wie häufiges Lüften und die Vermeidung von Tabakrauch (auch Passivrauch!) verbessern die Situation der Allergiker weiter.

 

Leider sind die Allergene sehr widerstandsfähig. Bettwäsche, Schlafsäcke und Kuscheltiere sollen daher regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Auch zwischenzeitliches Einfrieren der Plüschtiere hilft.


Tierhaare und Hautschuppen bevölkern nicht nur die Schlafplätze, sie haften auch an der Kleidung. Diese sollte daher nicht im Schlafzimmer ausgezogen werden, sonst freuen sich die Milben über die zusätzliche Nahrungsquelle.

 

Ist ein Haustier (v.a. Katzen) der Auslöser allergischer Beschwerden, muss dringend zu einer Trennung von dem Hausgenossen geraten werden. Danach kann es allerdings noch bis zu zwei Jahre dauern, bis die Tierallergene (Haare, Hautschuppen) aus der Wohnung verschwunden sind.


Topf- und Hydrokulturpflanzen haben in den Schlafräumen von Allergikern nichts verloren. Sie setzen gerne Schimmel an. Befindet sich an den Wänden Schimmel, müssen diese ab einem Befall von mehr als 0,5 m2 vom Fachmann saniert werden.

 

SYMPTOMLINDERUNG und URSACHENBEKÄMPFUNG


Medikamente ersetzen zwar nicht die Allergenvermeidung, sondern ergänzen sie nur, Wirkstoffe wie Antihistaminika oder Kortison schwächen aber die Allergiesymptome ab.

 

Eine gute Chance, die Beschwerden nachhaltig zu bessern, bietet die spezifische Immuntherapie (Allergie-Impfung). Dabei wird in regelmäßigen zeitlichen Abständen eine definierte, über einen bestimmten Zeitraum gesteigerte Dosis des Allergie-Auslösers injiziert oder unter die Zunge getropft. So soll der Körper lernen, nicht mehr mit Krankheitssymptomen auf das Allergen zu reagieren. Damit setzt die Immuntherapie an der Wurzel des Übels an, sie bekämpft die Ursache der Allergie. Besonders effektiv sind Allergie-Impfungen bei Insektengift- und Pollenallergien, sie bringen aber auch gute Resultate bei Hausstaubmilben- und Tierhaarallergien. Bei Asthmatikern kann damit der Kortisonbedarf durch die Hyposensibilisierung um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

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Quelle: www.meduniqa.at

29. Dezember 07

Vorratmilben plagen Hausstauballergiker

Hausstaubmilbenallergiker haben zunehmend mit einer anderen Milbenart zu kämpfen: Die Vorratsmilbe, die wie die Hausstaubmilbe in jedem Haushalt zu finden ist. Doch während das Hausstaub-Spinnentier überwiegend in Matratzen lebt, machen es sich die Vorratsmilben in Getreideprodukten gemütlich.

Eigentlich sollten die Untermieter bei der Verarbeitung von Getreide vernichtet werden, doch dies geschieht nicht immer hundertprozentig, wie der Deutsche Allergie und Asthma-Bund mitteilt. Beim Verzehr gelangen sie in den menschlichen Verdauungstrakt und können, von der Darmschleimhaut aufgenommen, Niesattacken, tränende Augen, Nesselsucht sowie Magen-Darm-Probleme auslösen.

Treten solche Symptome unerklärlicherweise auf, kann ein Allergietest Aufschluss geben. Wer bereits unter einer Hausstauballergie leidet, sollte vor allem auf halbfertige Backwaren verzichten. Untersuchungen von Professor Hans Merck aus Aachen haben ergeben, dass darin besonders viele Vorratsmilben stecken. In den USA hat man bereits reagiert und Grenzwerte festgelegt, wie viele Vorratsmilben maximal in bestimmten Nahrungsmitteln vorkommen dürfen. In der EU ist eine solche Richtlinie bislang nicht vorgesehen.

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Quelle: www.monstersandcritics.de

19. November 07

Es liegt was in der Luft

Wer den Eindruck hat, er sei Wohngiften ausgesetzt, sieht sich oft vor komplizierten Problemen: Da ist zunächst einmal die Frage mit einem Arzt zu klären, woher die gesundheitliche Belastung überhaupt kommt. Ist das eingekreist, heißt es, zu analysieren, von wo die Belastung ausgeht.

Raumluft zum Beispiel: Als Ursache kommen Lösemittel, Pestizide und andere giftige oder schwer abbaubare Chemikalien in Frage. Quelle von Lösemitteln sind meist Bau-, Kunststoff- und Isoliermaterialien, Wandverkleidungen, Lacke, Kleber, Verdünner, Bodenbeläge, chemisch gereinigte Kleider und neue lackierte oder verklebte Möbel. Besonders problematisch sind Baukastenmöbel, deren Einzelteile in der Fabrik luftdicht verpackt und erst zu Hause zusammengebaut werden. Weitere Ursachen für belastete Raumluft: Tabakrauch, Duftspender, Raumluftsprays und chlorierte Kohlenwasserstoffe, die aus Spezialreinigern für Marmor- und Steinfußböden entweichen.

fotokasten.de

Im Hausstaub lagern sich Insektensprays, Holzschutzmittel, Weichmacher und Flammschutzmitteln ab, sogar verbotene Substanzen wie PCB, PCP und DDT. Ursachen sind oft Balken und Bretter in Altbauten, die mit chlorierten Pestiziden behandelt wurden, umweltschädliche Kitte, Dichtungen und Platten oder Weichmacher in PVC-Belägen.

Nicht nur für die Bausubstanz, sondern auch für den Menschen gefährlich ist Schimmel. Schimmel bildet sich, wenn Feuchte sich an kühlen Stellen wie Fensterlaibung, Decke, hinter Bildern, Vorhängen und Möbeln sammelt. Zu erkennen ist der gelbe oder schwarze Pilz schon am muffigen Geruch.

Wer Wohngiften auf die Spur kommen will, muss nicht sofort teure Gutachter ins Haus holen. Die Stiftung Warentest bietet Vebrauchern für 108 Euro eine „Umweltanalyse Luft“ an, die vor allem Lösemittel in der Raumluft aufspürt. Das Testset für Aldehyde kostet 98 Euro. Der Kunde erhält Röhrchen („Passivsammler“), die er eine Zeit lang aufstellt und an die Stiftung schickt. Eine „Umweltanalyse Hausstaub“ kostet - je nach Umfang - 90 oder 128 Euro. Der Bestellung der Tests fügt man einen ausgefüllten Fragebogen bei mit Angaben zu Heizung, Böden, Wänden, Decke und Einrichtung.

Das hessische Institut für Analytik und Beratung verlangt für einen Wohngift-Check 93,50 Euro. Der Kunde schickt die selbst genommenen Proben ein und erhält per Post eine Analyse. Schimmel-Test und Legionellen-Untersuchung des Warmwassers kosten jeweils 39,50 Euro. Wer mehrere Räume untersuchen will, braucht entsprechend mehr Tests. Die Probesets sind auch über das Internet zu bestellen.

Wer mit Gutachter arbeiten will, zahlt etwa 80 Euro die Stunde. Erste Adresse sind Baubiologen, die den Raum begutachten. Der Baubiologe lässt die Proben in einem Labor untersuchen, stellt danach eine Diagnose und vermittelt kompetente Handwerker. Das kann bei einem Schimmelschaden der Maurer oder Maler sein, bei Schadstoffen in der Wasserleitung der Installateur. Der Baubiologenverband warnt vor schwarzen Schafen. „Jeder mit einem Messgerät in der Hand kann sich Baubiologe nennen“, sagt Verbandssprecherin Martina Clemens-Ströwer. Mitglieder im Berufsverband deutscher Baubiologen müssen Architekt, Ingenieur oder Naturwissenschaftler sein, eine Zusatzausbildung und drei Jahre Berufserfahrung vorweisen. Ein Gütesiegel ist auch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V. (AGÖF). Adressen erhält man beim Gesundheitsamt oder der Verbraucherzentrale.

„Im Winter häufen sich vor allem die Probleme mit Schimmel“, sagt Christoph Drexler vom Institut für Analytik und Beratung. „Die Kosten für die Schimmelentfernung können bis zu mehreren tausend Euro betragen.“ Kleine oberflächliche Schäden durch zu hohe Luftfeuchtigkeit kann man selbst beseitigen, und zwar mit 70- bis 80-prozentigem Ethylalkohol. Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrille sind Pflicht. In schweren Fällen muss der Untergrund, zum Beispiel Tapete und Putz, beseitigt werden.

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Deuten Laborberichte auf starke Wohngifte hin, ist die Investition in die Beseitigung unvermeidbar, erst recht, wenn Kranke oder Kinder im Haus leben. Mieter können sich beim Vermieter meist schadlos halten - es sei denn, sie haben den Schaden selbst verursacht, zum Beispiel durch falsches Lüften. Sichtbare Schäden sollten Mieter immer fotografisch dokumentieren.

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Quelle: www.rundschau-online.de

27. Oktober 07

Hausstaub kann auch Gesunden schaden

Hausstaub kann Bewohner auf Dauer krank machen. Neben Allergikern könnten auch Menschen mit intaktem Immunsystem betroffen sein. Je nach Zusammensetzung können die Staubpartikel nach Angaben des Verbands Privater Bauherren (VPB) in Berlin Allergien auslösen oder schwere Gesundheitsschäden verursachen.

Gefährlich sei es, wenn die Stäube Viren oder Bakterien transportieren oder organische Verbindungen wie etwa Formaldehyd aus dem Kleber in Spanplatten, aus Versiegelungen, Teppichböden und Dämmstoffen bis in die Lungenbläschen vordringt. Die Stoffe könnten neben Kopfschmerzen auch Kreislaufbeschwerden, Husten, Übelkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit und Depressionen auslösen.

Wer unter solchen Symptomen leidet, sollte sein Haus oder seine Wohnung untersuchen lassen, empfiehlt der Verband. Das gelte besonders dann, wenn der Arzt keine Ursachen für die Beschwerden finden kann. Werden gesundheitsgefährdende Stoffe nachgewiesen, könne eventuell eine Sanierung der Räume Abhilfe schaffen.

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Quelle: www.cecu.de

08. Oktober 07

Kampf den Wohngiften

Studien haben ergeben, dass in einem modernen Haus bis zu 70.000 chemische Verbindungen auftreten. Eine Vielzahl davon können als Wohnraumgifte bezeichnet werden, die die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. Kinder oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders betroffen. Durch Wohngifte werden so genannte diffuse Beschwerden hervorgerufen, wie Kopfschmerzen, Allergien, Asthma oder chronische Infekte.

Aber auch steigendes Krebsrisiko und die Schädigung des Erbguts kann die Folge sein. Krankheiten entstehen aber nicht nur durch belastete Luft, sondern auch durch eine individuelle Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Baustoffen. Nur wer genaue Informationen über seine Umgebung hat, kann wirksam handeln und sich vor den Schadstoffen schützen. Allergene Belastung wird oft durch Hausstaubmilben verursacht. Die Folgen sind Nasen- und Augenreizungen, Niesreiz bis hin zu chronischem Asthma. Milbenallergene finden sich in Betten, Sofas und Textilien. Formaldehyd gilt als potenzieller Krebserreger, dennoch wird die Chemikalie immer noch eingesetzt. Die Hauptbelastung geht von Spanplatten aus. Ein täglicher Kontakt mit Formaldehyd kann zu Hustenreiz, Kopfschmerzen oder einer Schädigung des Erbgutes führen.

Lösemittel können Allergien hervorrufen und sind für viele unspezifische Krankheiten verantwortlich. Sie finden sich in Farben und Klebern. Bei frisch gestrichenen Wänden sind Lösemittel durch den Geruch wahrnehmbar, sie entfalten ihre schädigende Wirkung auf Dauer aber auch in Konzentrationen, die mit den Sinnesorganen nicht wahrnehmbar sind. PCP (Pentanchlorphenol) ist ein Pestizid, das nachweislich gesundheitsschädigend ist, besonders in Verbindung mit Formaldehyd. Lange Jahre wurde die Chemikalie nahezu allen Holzschutzmitteln beigesetzt und findet sich daher in vielen alten Möbeln. PCP verflüchtigt sich vollständig erst nach 20 bis 30 Jahren. In Räumen mit hoher Luftfeuchte sind die Ausdünstungen mitunter extrem hoch. Schimmelpilze können in mehr als 100 Arten im Haus vorkommen. Sie bilden sich besonders in feuchten Bauteilen. Die Mehrzahl davon ist schädlich für den Menschen. Die Sporen von Pilzen können in den menschlichen Organismus eindringen und dort Gewebe und Zellen zerstören. Ozon ist ein giftiges und aggressives Gas. In geringen Mengen verursacht es Kopfschmerzen. Bei höheren Konzentrationen kommt es zu Kurzatmigkeit, Schmerzen bei tiefem Einatmen sowie Hustenreiz und Mattigkeit. Betroffen sind insbesondere Kinder und Menschen mit Asthma. Ozon-Quellen im Innenraum können Kopierer und Laserdrucker sein.


Alptraum Altbau

Beim Hauskauf begnügen sich viele Menschen mit einer völlig unzureichenden Sichtkontrolle – und werden später krank. Der Grund: Altbauten sind häufig mit unsichtbaren Schadstoffen belastet. Unter der Vielzahl gesundheitsbelastende Stoffe gibt es vier Hauptübeltäter: Formaldehyd, Holzschutzmittel, Lösemittel und Pilze. Das mit der Nase nur sehr schwer wahrnehmbare Bindemittel Formaldehyd findet sich in alten Pressspanplatten, Sperrholz, Fertigparkett und Möbeln. Der Stoff verursacht Kopfschmerzen, Depressionen sowie Allergien und steht im Verdacht Krebs auszulösen. Weitaus aggressiver wirken Pestizide, also Holzschutzmittel. Am gefährlichsten sind Lindan und das dioxinhaltige PCP. PCP ist krebserregend, in Deutschland erst seit 1990 verboten. Auch Lösemittel verursachen ein allgemeines Unwohlsein, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Pilze schließlich lösen Allergien und Atemwegserkrankungen aus, bis hin zur Lungenentzündung. Pilzsporen sind gar krebserregend.

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Quelle: www.haus-und-markt.de

01. Oktober 07

Pflegetipps für Kuscheltierbesitzer

Von Zeit zu Zeit brauchen Kuschel-und Plüschtiere auch mal eine gründliche Reinigung. Ist das Plüschtier mit einem Etikett versehen auf dem zumindestens die Waschbarkeit ersichtlich ist – vielleicht sogar auf Maschinenwäsche hingewiesen wird – ist es einfach. Leider sind viele Plüschtiere ohne Waschangaben. Eine chemische Reinigung halte ich dann für ungeeignet, gerade wenn das Plüschtier als Kuscheltier von Kindern benutzt wird.

Meist genügt eine Handwäsche in lauwarmer Seifenlauge mit ca. 30 Grad, starke Flecken vorab behandeln. Dann gründlich ausdrücken und an der Luft trocknen lassen. Wenn es sich um ein großes Tier handelt und die Trockenzeit zu lange dauern würde, können sie das Plüschtier im Schon-Schleudergang kurz vortrocknen.

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Natürlich ist es angenehmer, das Plüschtier einfach in die Waschmaschine zu stecken. Viele Menschen haben davor keine Hemmungen und meistens auch Glück, weil das Plüschtier ohne Schaden „überlebt“ hat. Die Materialien sind heutzutage fast alle maschinenwaschbar und für Trockner geeignet. Bei Frottee-, Mirkofaser-und Stoffen mit kurzem Flor geht man eigentlich kein Risiko ein. Manche langeflorige Materialien werden im Trockner sogar wieder besonders schmiegsam. Vorsicht bei Kunstfasern die schon durch den Gebrauch Verfilzungen zeigen (meist bei qualitativ minderwertigen Produkten). Solche Plüschtiere überstehen weder Waschmaschine und schon gar nicht den Trockner.

Langhaarige Plüschtiere empfehle ich nur mit der Hand zu waschen, etwas anschleudern und an der Luft trocknen lassen. Wenn das Plüschtier ganz trocken ist, gründlich aufschütteln und versuchsweise mit einem groben Kamm in die ursprüngliche Form bringen.

Plüschteile die nicht gewaschen werden dürfen, oder bei denen sie unsicher sind weil diese auch aus zu vielen verschiedenen Materialien hergestellt sind, am besten mit weichem Tuch und Seifenschaum vorsichtig abwischen, mit klarem Wasser nochmal nachwischen und an der Luft trocknen lassen.
Wenn sie also vorsichtshalber das Plüschtier nur äußerlich waschen und somit natürlich nicht das Gefühl haben, das Tier ist durch und durch sauber, hier ein Tipp: Wenn das Plüschtier ganz getrocknet ist, stecken sie es in einen luftdichten Plastikbeutel, am besten sogar vakuum ziehen und legen sie den Beutel für einige Tage in die Tiefkühltruhe.

Danach auftauen und wieder gut lufttrocknen. Jetzt können sie sicher sein das Hausstaubmilben und andere Schädlinge keine Chance hatten, zu überleben. Gleiche Prodzedur empfehle ich Ihnen auch bei Motten-und Läusebefall. Je länger die Teile in der Gefriertruhe bleiben (mind. 3 Tage) desto besser.
Sollte das Plüschteil zu groß für die Gefriertruhe sein, erreichen sie den gleichen Effekt indem sie das Plüschtier luftdicht oder auch vakuum in einen Plastikbeutel verpacken und für mind. 4 Wochen liegen lassen.

Beachten sie bitte: Falls sie ein Plüschtier waschen wollen welches im Körper ein „Batterie/ Stimm-Modul“ hat, nicht vergessen es vorher herauszunehmen. Wenn keine Öffnung vorhanden ist empfehle ich an einer weniger sichtbaren Stelle die Naht aufzutrennen und das Batterieteil nach dem Trocken wieder einfügen und zunähen. Aufgrund der vielen Materialien, welche die Hersteller verwenden, bleibt bei der Hand-und Maschinenwäsche auf eigene Faust immer ein gewisses Risiko. Meine Tipps entstanden durch eigene Erfahrungswerte und Recherche.

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www.jako-o.de

Quelle: http://openpr.de  /// www.plueschtier.de

25. September 07

Wohngiften auf der Spur

Wohngifte können krank machen. Die Art der Belastung herauszufinden, ist oft nicht einfach – viele Schadstoffe können die Luft im Innenraum belasten oder sich in Staubteilchen ablagern. Gerade Kleinkinder, die häufig auf dem Boden spielen sind hiervon betroffen. Wir analysieren Ihre eingesandten Proben auf zahlreiche Umweltschadstoffe im Hausstaub und in der Luft. Zudem erhalten Sie Tipps und Handlungsempfehlungen.

Die Betroffenen klagen unter anderem über Reizungen der Augen und Atemwege, Asthma, trockene und gerötete Haut, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. Derartige Beschwerden können neben Innenraumschadstoffen allerdings viele andere Ursachen haben: Ein Arzt sollte in jedem Fall zurate gezogen werden. Vor allem wenn die Beschwerden gehäuft und nur in der Wohnung oder in einem bestimmten Zimmer auftreten und anderswo (etwa bei Wochenendausflügen oder im Urlaub) nachlassen, sollten Sie sich aber zu Hause auf die Suche nach möglichen Schadstoffquellen begeben.

Die Art der Belastung oder Belästigung ausfindig zu machen, ist oft nicht einfach – viele chemische Substanzen können die Luft im Innenraum belasten. Besonders problematisch sind zum Beispiel Lösemittel, Pestizide und andere toxikologisch relevante und schwer abbaubare Chemikalien. Sie unterscheiden sich unter anderem in ihrer „Flüchtigkeit“: Die „leicht flüchtigen“ Chemikalien (zum Beispiel Lösemittel) entweichen schneller und in höheren Konzentrationen als die „schwer flüchtigen“ Stoffe (beispielsweise Holzschutzmittel). Diese gasen viel langsamer aus und verbleiben nicht gern in der Luft, sondern lagern sich bald an Staubteilchen und anderen Oberflächen an. Mit dem Hausstaub werden sie in der Wohnung verteilt und können über Hautkontakt oder die Atemluft in den Körper gelangen.

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Quelle: www.test.de

14. September 07

Kurzflorige Teppichböden eignen sich auch für Allergiker

Teppichboden in der Wohnung eignet sich entgegen einer landläufiger Meinung auch für Allergiker. «Auf glatten Böden wird der Staub stärker aufgewirbelt. Teppichboden bindet ihn dagegen mehr.»

Das sagt Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) in Mönchengladbach. Studien zufolge sei die Belastung durch Feinstaub in Wohnungen mit glattem Bodenbelag im Schnitt doppelt so hoch wie in Räumen, die mit Teppich ausgelegt sind.

Parkett oder Laminat müssten Allergiker täglich wischen, damit der Boden nicht zur Staubschleuder wird, sagte Schwalfenberg. Bei Teppichböden reiche es in der Regel dagegen aus, jeden zweiten Tag staubzusaugen. Für Allergiker eigneten sich besonders kurzflorige und dicht gewebte Teppichböden, die sich gut mit dem Staubsauger reinigen lassen. Dabei sollten Allergiker zu einem Sauger mit speziellem Feinstaubfilter greifen. Dieser verhindere, dass Staubpartikel beim Saubermachen aus dem Gehäuse des Geräts entweichen. «Ansonsten pustet man die Partikel mit dem Staubsauger in die Luft und belastet sie dadurch noch mehr.»

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Quelle: www.general-anzeiger-bonn.de

08. August 07

Milbentod bei 60 Grad - Hohe Temperatur in der Waschmaschine schützt Hausstauballergiker

Um Hausstaubmilben - die Quälgeister vieler Allergiker - abzutöten, muss Wäsche bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, rät die "Apotheken Umschau". Nach Untersuchungen koreanischer Forscher werden bei diesen Temperaturen auch Pollen und Hautschuppen besser entfernt.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 8/2007 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Shop-Apotheke.com: Große Deutsche Versandapotheke

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Quelle: www.ad-hoc-news.de/ www.GesundheitPro.de

01. August 07

Milben und Hausstaub

Im     Hausstaub tummeln sich so allerlei Allergene, die sehr leicht eingeatmet werden können.     Sie sind teilweise von außen, z. B. über Blütenpollen ins Haus gelangt. Zum anderen     entstehen die Allergene direkt im Haus. Zu den wohl häufigsten Allergieauslösern im Haus     zählen die Kotballen der Hausstaubmilben. Die Milben sind so winzig, dass sie mit dem     bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Betroffen von einer Überempfindlichkeit gegenüber     Milben sind allein in Deutschland 15 Prozent der Bevölkerung.

Milben     sind Spinnentiere. Sie lieben eine Luftfeuchtigkeit von 65 bis 80 Prozent. Deshalb sind     sie auch in der trocken Luft des Hochgebirges nur sehr selten zu finden. Milben ernähren     sich unter anderem von den Hautschuppen, die Menschen täglich verlieren. Von dem normalen     täglichen Verlust eines Menschen an Hautschuppen, ungefähr 1,5 Gramm, können sich etwa     1,5 Millionen Milben gut ernähren. Außerdem mögen Milben Haare und Federn von     Haustieren auch besonders gern. Je nach Milbenart, kommen für die Ernährung auch     Schimmelpilze in Betracht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich Milben gerade in     den Bereichen besonders wohl fühlen, wo sie alle diese Dinge im Überfluss finden     können: Im Bett. Untersuchungen haben gezeigt, dass in jedem Bett in Deutschland     ungefähr 10.000 Milben leben. Matratzen, Kissen, Decken, Vorhänge, Teppiche, Stofftiere     bieten ideale Lebensbedingungen. Die kleinen Spinnentiere hinterlassen dort ihre     Ausscheidungen. Auf die reagieren viele Menschen allergisch, besonders Nachts oder beim     Aufwachen.

Zu     finden sind Milben aber auch in Postermöbeln, in Teppichen und Teppichböden, Kissen,     Stofftieren, Schmusedecken, im Hundekörbchen oder auf Katzes Lieblingsplatz. In Vorräten     wie Kartoffeln, Mehl oder Käse können Vorratsmilben vorhanden sein. In bestimmten     Berufen, z. B. bei Bäckern oder Landwirten, treten häufig Allergien gegen Milben auf.

Milben     sind sehr hartnäckig und anpassungsfähig. Mit ihren Krallen und Borsten klammern sie     sich fest und überstehen so auch gründliches Staubsaugen. Milben überstehen sogar     tägliche Haarwäschen auf dem Kopfhaar. Erst, wenn die Luftfeuchtigkeit unter den für     Milben kritischen Wert fällt, werden Milben inaktiv. Das bedeutet aber  nicht, dass     sie sterben. Bei einem erneuten Anstieg der Luftfeuchtigkeit erwachen sie wieder zum     Leben. Aus diesem Grunde ist eine Entfernung von Milben aus der Wohnung ein schwieriges     Unterfangen.

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Quelle: www.medizinfo.com

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