57 posts categorized "Schimmelpilze"

22. Januar 09

Verschwindet der Schimmel von selbst, war der Mieter schuld

Verschwindet der Schimmel in einer Wohnung wieder von selbst, ohne dass der Hausbesitzer irgendwelche bautechnischen Veränderungen vornehmen ließ, ist jede Mietminderung deswegen auch im Nachhinein hinfällig. Vielmehr ist in einem solchen Fall davon auszugehen, dass die Schimmelbildung von Anfang an allein durch ein falsches Heiz- und Lüftungsverhaltens des Mieters selbst verursacht war, hat jetzt das Landgericht Dessau-Roßlau entschieden (Az. 1 S 199/06). Zumal, wenn die gesamte Zeit über keine derartigen Mängel in den Nachbarwohnungen gemeldet wurden.

Ein Bewohner hatte sich über Schimmel in seinem Schlafzimmer und Bad beschwert. Als sich dann die Pilze auch noch im Kinderzimmer ausbreiteten, rügte er dies als erheblichen Mietmangel und nahm eine Mietminderung vor. Auf das Angebot seines Vermieters, eine zusätzliche Heizung einbauen zu lassen, reagierte er nicht - worauf dieser annahm, die Sache sei aus der Welt. Was übrigens ein Jahr später tatsächlich geschah, als der Schimmel plötzlich verschwand - offenbar ohne wiederzukommen. Allerdings war wegen der einseitigen Schimmel-Mietminderung inzwischen ein Rückstand von insgesamt 1.164,34 Euro aufgelaufen. Diesen Betrag klagte der Vermieter jetzt ein.

Zu Recht, urteilten die Richter in Sachsen-Anhalt. Die in der Wohnung zeitweilig aufgetretene Schimmelpilzbildung war offensichtlich nicht auf bautechnische Mängel zurückzuführen.

Zwar müsse bei streitigen Feuchtigkeitsschäden zunächst der Vermieter sämtliche mögliche Ursachen ausräumen, und erst dann muss der Mieter nachweisen, dass nicht er schuld ist. Doch für die Richter spricht das Verschwinden der Schimmelpilze ohne Zutun der Parteien entscheidend für eine nachhaltige Änderung der Heiz- und Lüftungsgewohnheiten durch den Bewohner. Und dafür sei er nun mal selbst verantwortlich und kann nicht noch seinem Vermieter über eine unzulässige Mietminderung zur Kasse bitten.

Quelle: Deutsche Anwaltshotline

24. Oktober 08

Schimmelpilze in Innenräumen - ein zunehmendes Problem

Bericht von der interdisziplinären Tagung zu gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmelpilzbefall

Mit rund 140 Teilnehmern war die 3. Hamburger Fachtagung „Schimmelpilze in Innenräumen“ organisiert vom Regionalverband Umweltberatung Nord e.V.“ gut besucht. Darunter befanden sich Vertreter des Bundesverbands für Umweltberatung e.V., des Umweltbundesamtes sowie zahlreicher Verbände und Behörden, die als Kooperationspartner beteiligt waren. Bei der Veranstaltung, die am 30. September 2008 in der Universität Hamburg stattfand, standen die gesundheitlichen Auswirkungen im Mittelpunkt. „Deshalb freuen wir uns besonders, dass auch zahlreiche Ärzte an der Tagung teilgenommen haben“, sagt Organisatorin Meike Ried. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Senatorin Anja Hajduk, die in ihrem Grußwort die Aktivitäten des Regionalverbands Umweltberatung Nord zur Vernetzung unterschiedlichster Fachleute im Problemfeld Schimmel lobte.

Übereinstimmend waren die Mahnungen der sieben Referenten, dem Wohnungsschimmel mehr Aufmerksamkeit zu widmen, da sie eine weitere Zunahme befürchten. Steigende Energiepreise verführen gerade Haushalte mit geringem Einkommen dazu, beim Heizen und Lüften zu sparen. Damit steigt jedoch auch die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen und die Schimmelgefahr. „Um Schimmels Willen“ meinte Dr. Heike Otremba vom Gesundheitsamt Bremen. Sie stellte die gleichnamige Bremer Studie vor, in der festgestellt wurde, dass Menschen mit wenig Geld die Verlierer in Sachen Wohnungsschimmel sind. Eine Qualitätssicherung für Schimmelpilzuntersuchungen hält Dr. Birger Heinzow vom Landesamt für soziale Dienste in Kiel für dringend erforderlich, da die Gefahr besteht, dass mit Schimmelpilzen Panikmache betrieben wird und Laboruntersuchungen als gewinnträchtige Einkommensquelle missbraucht werden. Wie Dr. Regine Szewzyk vom Umweltbundesamt zeigte, sind Feuchteschäden in der Wohnung ein Risikofaktor für die Entwicklung einer Schimmelpilzallergie bei Kindern. Dabei können prinzipiell alle Schimmelpilzarten eine Allergie auslösen. Szewzyk stellte Ergebnisse des Kinder-Umwelt-Surveys des Umweltbundesamtes vor, einer repräsentativen Studie, in der 1.800 Kinder auf allergische Erkrankungen durch Innenraumschadstoffe untersucht wurden. Die mietrechtliche Lage bei Auftreten von Wohnungsschimmel erläuterte Rechtsanwalt Alexander Blazek von Haus und Grund Schleswig-Holstein umfassend und verständlich. Wie reagieren Menschen, die in einem schimmelpilzbelasteten Umfeld leben und wie lässt sich eine gesundheitliche Reaktion auf Schimmelpilze diagnostizieren, war das Thema, über das Umweltmediziner Dr. Thomas Fenner referierte. Sozusagen als Pendant ging es in dem Vortrag von Dr. Ulrike Swida vom Amt für Arbeitsschutz um Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in schimmelpilzbefallenen Räumen. Abgerundet wurde das Themenspektrum mit einem Vortrag von Diplomingenieur Wilhelm Reiners über Lüftungskonzepte zur Vorbeugung von Schimmelpilzen.

Die Vorträge sind in Kurzform in einem Tagungsband zusammengefasst, der zum Preis von 12,80 Euro bestellt werden kann unter oder 040-40 40 05.

Quelle: openPR

13. Oktober 08

Nase weg vom Biomüll!

Herbstzeit ist Erntezeit. Doch Vorsicht, faules Obst und Gemüse sind eine ideale Brutstätte für Schimmelpilze. Damit können die Bioabfälle für Menschen mit Asthma und anderen Atemwegserkrankungen gefährlich werden.

Besonders zur Erntezeit im Herbst werden in vielen Haushalten verstärkt frisches Obst und Gemüse zubereitet, eingeweckt oder anderweitig konserviert. Die Abfälle wandern in den Biomüll. So gesund wie der Verzehr von frischem Obst und Gemüse auch ist, faule Reste können für Asthmatiker eine besondere Gefahr darstellen.

Besteht eine Sensibilisierung auf Schimmelpilze, kommt es beim Einatmen von im Biomüll angereicherten Pilzsporen ähnlich wie bei der Pollen- oder Hausstaubmilbenallergie zu einer allergischen Reaktion, die mit einer Verengung der Atemwege und Atemnot einhergeht.

Auch Patienten mit anderen Atemwegserkrankungen, z.B. Tuberkulose oder durchgemachten schweren Lungenentzündungen, bei denen die Lungen vorgeschädigt sind, sollten beim Umgang mit Biomüll Vorsicht walten lassen.

Pilzsporen der Gattung Aspergillus können bei ihnen eine schwerwiegende Schimmelpilzerkrankung der Lunge, die sogenannte allergische bronchopulmonale Aspergillose (ABPA), hervorrufen, die das Lungengewebe weiter schädigen kann. Auf diese Zusammenhänge hat der Vorsitzende der Deutschen Lungenstiftung Professor Harald Morr in einem Interview gegenüber der Münchner Medizinischen Wochenschrift (MMW) hingewiesen.

Der Experte rät Menschen dieser Risikogruppen, sich besonders zu schützen. Sie sollten Biomülltonen besser im Freien und nicht in abgeschlossenen Räumen wie Keller, Garage oder Wirtschaftsraum aufstellen, um die Konzentration der Allergene in der Atemluft möglichst gering zu halten.

Auch helfe es, beim Öffnen der Biotonne den Kopf zur Seite zu wenden oder einen Papiermundschutz zu tragen. Besser noch sei es, diese Arbeit von anderen verrichten zu lassen. Dies gelte auch für Kompostarbeiten im Garten, so Morr.

Besteht ein Verdacht auf eine Schimmelpilzallergie, ist es ratsam, sich an einen Arzt zu wenden. Die Diagnose erfolgt über den direkten Nachweis spezifischer Antikörper, sogenannter Immunglobuline der E-Klasse (IgE), im Blut sowie über spezielle Hauttests.

Quelle: Nach Informationen von MMW und des Informationsangebotes für Allergie, Umwelt und Gesundheit www.allum.de/http://magazine.web.de

09. April 08

Schimmelpilze lieben Feuchtigkeit

Schimmelpilze in der Wohnung: Das sind kleine oder größere dunkle Flecken an Decken, Wänden und Möbeln. Dazu kommt ein Geruch zwischen muffig und modrig.

Theoretisch lassen sich die gesundheitsgefährdenden Schimmelpilze also leicht erkennen. In der Praxis ist es jedoch nicht ganz so einfach. Denn manche Schimmelpilze sind wahre Meister im Tarnen. Weißer Schimmel zum Beispiel, der erst später schwarz wird, ist auf hellen Wänden im Anfangsstadium schwer zu erkennen, sagt Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut in München.

Und längst nicht immer wird Schimmel von moderigen Gerüchen begleitet. An schwache Pilzausdünstungen gewöhnen sich Bewohner häufig auch - und halten ihn für den Eigengeruch der Wohnung. Vielfach werden Schleimhautreizungen, die durch die Pilzsporen hervorgerufen werden, als «trockene Luft» fehlinterpretiert. Die Luft dann noch zusätzlich zu befeuchten, verschlimmert das Problem, da Feuchtigkeit das Pilzwachstum fördert.

Besteht der Verdacht auf verdeckten Schimmelpilzbefall, müssen die betroffenen Räume genauer untersucht werden. «Denn Schimmelpilzbildung ist nicht nur ein optischer Mangel, sondern kann gesundheitliche Probleme hervorrufen», sagt Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale in Hamburg. Schimmelpilze bilden Sporen, die in die Raumluft gelangen und über die Atemwege oder die Haut vom Menschen aufgenommen werden. Einige Arten können das Immunsystem schwächen sowie Infektionen, Lungenerkrankungen und Allergien hervorrufen.

In Panik sollte aber niemand geraten: Ein Schimmelpilz in der Wohnung bedeutet nicht zwangsläufig eine Gefahr für die Gesundheit, gibt das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau Entwarnung. Wie gefährlich der Pilz ist, hänge von der Stärke und der Art des Schadens ab sowie von der Empfindlichkeit der Bewohner. Auf jeden Fall handelt es sich aber um ein hygienisches Problem, das in Angriff genommen werden sollte.

«Schimmel kann nur auf Materialien wachsen, die eine leicht erhöhte Feuchtigkeit aufweisen», erklärt Petersen. Die Ursachen für Feuchtigkeitsbildung in der Wohnung sind vielfältig: Schuld können bauliche Mängel, aber auch Fehler der Bewohner sein. Bei Baumängeln wie Rissen oder sonstigen undichten Stellen in der Gebäudehülle sorgt einlaufendes Oberflächenwasser für die Lebensgrundlage von Schimmelpilz-Kolonien.

«Auch falsches Heizen und Lüften kann für Feuchtigkeitsprobleme verantwortlich sein», erläutert Petersen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit - verursacht durch Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen - schlägt sich an kalten Innenwänden nieder und kondensiert. Wenn der Untergrund die Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum durch angemessenes Heizen und Lüften nicht wieder an die Raumluft abgibt, durchfeuchten die Wände.

Schimmelpilzbildung in Mietwohnungen ist ein häufiger Streitpunkt zwischen Mieter und Vermieter. «Die Frage ist immer, wer Schuld am Schimmelpilz ist», sagt Hermann-Josef Wartegeld, Rechtsanwalt beim Deutschen Mieterbund (DMB) in Berlin. Schimmelbildung muss dem Vermieter unverzüglich gemeldet werden. Da Schimmelpilz kein Schönheitsfehler, sondern ein Mangel ist, muss der Vermieter dagegen vorgehen. Hat allerdings der Mieter den Schimmel verursacht, trägt er die Kosten der Sanierung.

INFO: Kleine Schimmelstellen selbst sanieren

Nur oberflächlich befallene, kleine Schimmelstellen mit einer Fläche von weniger als einem halben Quadratmeter können auch ohne Profi-Hilfe beseitigt werden. Bei glatten Oberflächen wie Metall, Keramik und Glas reichen schon Wasser und normaler Haushaltsreiniger zum Entfernen.

Poröse Materialien - etwa Tapeten, Gipskartonplatten, poröses Mauerwerk und Deckenverschalungen - lassen sich dagegen schwer oder gar nicht reinigen. Der Schimmelpilz kann hier auch bis in tiefere Materialschichten eingedrungen sein. Befallene Gipskartonplatten oder leichte Trennwände sollten daher am besten ausgebaut werden. Auf nicht ausbaubaren Baustoffen muss sichergestellt sein, dass alle Schimmelpilze vollständig, das heißt auch in tieferliegenden Schichten, entfernt werden.

hagebau.de

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Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de

13. Februar 08

Rückkehr der Schimmelpilze in Deutschland

Dieser Pilz kann lebensbedrohlich sein – und er ist auf dem Vormarsch in Deutschland. Bundesweit sind schon mehr als drei Millionen Wohnungen vom Schimmel betroffen. Die Situation wird schlimmer, denn seit 2002 gilt eine Verordnung, nach der Neubauten und Sanierungen luftdicht ausgeführt werden müssen.

Sie sind winzig, aber höchst gefährlich: Vom Bronchialasthma bis hin zur   mitunter tödlich verlaufenden Infektionskrankheit Mykose reichen die   Schäden, die Schimmelpilze im menschlichen Körper anrichten können. Das   schlimmste dabei: Die kleinen Sporenwesen sind rapide auf dem Vormarsch.   „Befall gibt es heute vor allem in Neubauten und sanierten Altbauten“, sagt   Corinna Merzyn, Geschäftsführerin des Verbands Privater Bauherrn (VPB).

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Nach einer Studie der   Friedrich-Schiller-Universität Jena sind bundesweit inzwischen mehr als drei   Millionen Wohnungen und Häuser sichtbar von Schimmel befallen – die   Dunkelziffer nicht erkannter Infektionen wird weit höher eingeschätzt. Für   Bauexperten ist das keine Überraschung. Sie sehen die Hauptursache für die   neue Schimmelinvasion in der im Februar 2002 in Kraft getretenen   Energieeinsparverordnung (EnEV). Darin hat die Bundesregierung festgelegt,   dass die Außenbauteile von Neubauten und sanierten Altbauten luftdicht   ausgeführt werden müssen, damit möglichst keine Wärme entweicht. „Dadurch   bleibt aber auch die Feuchtigkeit in den Räumen gefangen und lässt die   Schimmelsporen sprießen“, sagt Frau Merzyn.

  Zu diesem Ergebnis kommt auch das Umweltbundesamt in einer Studie über die   Konsequenzen aus den EnEV-Vorgaben: „Erhöhte Konzentrationen flüchtiger   organischer Verbindungen und Schimmelpilzwachstum auf feuchten Wänden können   die Folge sein und dadurch gesundheitliche Folgen mit sich bringen.“ Vor   Einführung der Energieeinsparverordnung hatten ökologisch orientierte   Architekten und Politiker von SPD und Grünen argumentiert, eine stärkere   Wärmedämmung werde verhindern, dass Feuchtigkeit an den Innenwänden   kondensiert und eine Schimmelbildung damit unmöglich machen. „Die Praxis   beweist in vielen Fällen das Gegenteil“, heißt es nun in einem weiteren,   „Dicke Luft in luftdichten Gebäuden“ betitelten Papier des   Umweltbundesamtes. „Es kann in solchen Häusern durch falsche Lüftungszeiten   sogar im Sommer Schimmel geben.“

  Umweltbundesamt gibt Tipps zum richtigen Lüften

  Der Pilzbefall in Neubauten hat inzwischen so gravierende Ausmaße   angenommen, dass die Kommission „Innenraumhygiene“ des Umweltbundesamtes   sich bereits genötigt sah, in einer Bekanntmachung Tipps zum richtigen   Lüften zu geben. „Ein, besser mehrere Fenster sollten mehrmals am Tag,   mindestens aber morgens und abends, kurzzeitig weit geöffnet werden“, heißt   es darin. Untersuchungen des amerikanischen Membran-Herstellers Gore legen   nahe, dass es kaum damit getan ist, zweimal am Tag kurz die Fenster   aufzureißen. Danach dünstet der menschliche Körper bereits im absoluten   Ruhezustand fast einen Zehntelliter Feuchtigkeit pro Stunde aus. Bei   moderater Bewegung sind es immerhin bis zu 0,5 Liter. Tobende Kinder   transpirieren sogar bis zu einem Liter pro Stunde. „Die Feuchtigkeit im Haus   erhöht sich noch zusätzlich, wenn gekocht wird oder auch nur Feuchtigkeit   aus Pflanzentöpfen verdampft“, sagt Peter Mertens, stellvertretender   Vorsitzender des Verbands des Westdeutschen Baustofffachhandels Ruhrgebiet.   „Wenn die Bewohner im Haus sind, müsste eigentlich stündlich gelüftet   werden.“

Je öfter aber Eigenheimbesitzer ihre Fenster   aufreißen, um Schimmelbildung in ihren Häusern zu vermeiden, desto stärker   steigt der Heizenergiebedarf. „Nicht nur im Winter, sondern auch im Herbst   und Frühjahr sinkt mit jedem Lüften die Zimmertemperatur und führt dazu,   dass die automatischen Heizungsanlagen kurzzeitig stärker arbeiten und damit   den Verbrauch in die Höhe treiben“, sagt Mertens. Damit stellt sich die   Frage, ob die Energieeinsparverordnung ökonomisch überhaupt sinnvoll ist.

„Durch   die hohen Dämmauflagen der Verordnung sind die Kosten für neue Eigenheime je   nach Größe und Bauausführung um 10.000 bis 20.000 Euro gestiegen“, rechnet   Baustoffexperte Mertens vor. Weil die Bundesregierung obendrein noch die   Eigenheimzulage gestrichen hat, ist das Neubaugeschäft weitgehend zum   Erliegen gekommen. Nach einer neuen Studie der Landesbausparkasse (LBS) West   optierten 2007 nur noch 21,7 Prozent aller Eigenheimerwerber in   Nordrhein-Westfalen für einen Neubau. Vor Einführung der   Energieeinsparverordnung betrug die Quote jedoch noch 40 Prozent. Ursache   der Trendwende bei den Eigenheimen sind die deutlich höheren Neubaukosten.   „Der Durchschnittspreis für ein gebrauchtes Eigenheim lag mit 170.000 Euro   um 45.000 Euro oder 20,9 Prozent unter dem eines neuen Einfamilienhauses“,   sagt Christian Badde, Vorstandsvorsitzender der LBS West.

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Quelle: www.welt.de

11. Februar 08

Kampf gegen Schimmelpilz

Erstmals gelang es deutschen Forschern, die allergene Wirkung des Schimmelpilzes Aspergillus versicolor nachzuweisen.

In Deutschland leiden bereits fünf Prozent der Bevölkerung an allergischen Reaktionen, die speziell durch Schimmelpilze hervorgerufen werden.

Diese Gattung ist ein weit verbreiteter Schimmelpilz, der bis zu 80 Prozent in feuchten Zimmerecken sowie auf Lebensmitteln und im Hausstaub vorkommt. Der Grund für die Schimmelpilzallergie liegt im Eiweiß des Pilzes, das unter anderem Atemnot oder Dauerschnupfen hervorruft. In einem aufwändigen Verfahren gelang es dem Forscherteam, die sieben wichtigsten Allergene aus den Sporen des Schimmelpilzes zu identifizieren.

Der nächste Schritt des Forscherteams wird die Entwicklung einer spezifischen Immuntherapie gegen spezifische Schimmelpilze sein. Mit einer solchen De- oder Hyposensibilisierung, bei der Patienten bestimmte Mengen des Allergens verabreicht werden, kann es gelingen, dass Allergien dauerhaft verschwinden. Erst in einigen Jahren ist mit einem Mittel zur Desensibilisierung bei Schimmelpilzallergien zu rechnen. Denn bevor ein maßgeschneidertes Medikament zugelassen werden kann, muss es zahlreiche Prüfungen bestehen.

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Quelle: www.salzburg.com

19. November 07

Es liegt was in der Luft

Wer den Eindruck hat, er sei Wohngiften ausgesetzt, sieht sich oft vor komplizierten Problemen: Da ist zunächst einmal die Frage mit einem Arzt zu klären, woher die gesundheitliche Belastung überhaupt kommt. Ist das eingekreist, heißt es, zu analysieren, von wo die Belastung ausgeht.

Raumluft zum Beispiel: Als Ursache kommen Lösemittel, Pestizide und andere giftige oder schwer abbaubare Chemikalien in Frage. Quelle von Lösemitteln sind meist Bau-, Kunststoff- und Isoliermaterialien, Wandverkleidungen, Lacke, Kleber, Verdünner, Bodenbeläge, chemisch gereinigte Kleider und neue lackierte oder verklebte Möbel. Besonders problematisch sind Baukastenmöbel, deren Einzelteile in der Fabrik luftdicht verpackt und erst zu Hause zusammengebaut werden. Weitere Ursachen für belastete Raumluft: Tabakrauch, Duftspender, Raumluftsprays und chlorierte Kohlenwasserstoffe, die aus Spezialreinigern für Marmor- und Steinfußböden entweichen.

fotokasten.de

Im Hausstaub lagern sich Insektensprays, Holzschutzmittel, Weichmacher und Flammschutzmitteln ab, sogar verbotene Substanzen wie PCB, PCP und DDT. Ursachen sind oft Balken und Bretter in Altbauten, die mit chlorierten Pestiziden behandelt wurden, umweltschädliche Kitte, Dichtungen und Platten oder Weichmacher in PVC-Belägen.

Nicht nur für die Bausubstanz, sondern auch für den Menschen gefährlich ist Schimmel. Schimmel bildet sich, wenn Feuchte sich an kühlen Stellen wie Fensterlaibung, Decke, hinter Bildern, Vorhängen und Möbeln sammelt. Zu erkennen ist der gelbe oder schwarze Pilz schon am muffigen Geruch.

Wer Wohngiften auf die Spur kommen will, muss nicht sofort teure Gutachter ins Haus holen. Die Stiftung Warentest bietet Vebrauchern für 108 Euro eine „Umweltanalyse Luft“ an, die vor allem Lösemittel in der Raumluft aufspürt. Das Testset für Aldehyde kostet 98 Euro. Der Kunde erhält Röhrchen („Passivsammler“), die er eine Zeit lang aufstellt und an die Stiftung schickt. Eine „Umweltanalyse Hausstaub“ kostet - je nach Umfang - 90 oder 128 Euro. Der Bestellung der Tests fügt man einen ausgefüllten Fragebogen bei mit Angaben zu Heizung, Böden, Wänden, Decke und Einrichtung.

Das hessische Institut für Analytik und Beratung verlangt für einen Wohngift-Check 93,50 Euro. Der Kunde schickt die selbst genommenen Proben ein und erhält per Post eine Analyse. Schimmel-Test und Legionellen-Untersuchung des Warmwassers kosten jeweils 39,50 Euro. Wer mehrere Räume untersuchen will, braucht entsprechend mehr Tests. Die Probesets sind auch über das Internet zu bestellen.

Wer mit Gutachter arbeiten will, zahlt etwa 80 Euro die Stunde. Erste Adresse sind Baubiologen, die den Raum begutachten. Der Baubiologe lässt die Proben in einem Labor untersuchen, stellt danach eine Diagnose und vermittelt kompetente Handwerker. Das kann bei einem Schimmelschaden der Maurer oder Maler sein, bei Schadstoffen in der Wasserleitung der Installateur. Der Baubiologenverband warnt vor schwarzen Schafen. „Jeder mit einem Messgerät in der Hand kann sich Baubiologe nennen“, sagt Verbandssprecherin Martina Clemens-Ströwer. Mitglieder im Berufsverband deutscher Baubiologen müssen Architekt, Ingenieur oder Naturwissenschaftler sein, eine Zusatzausbildung und drei Jahre Berufserfahrung vorweisen. Ein Gütesiegel ist auch die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V. (AGÖF). Adressen erhält man beim Gesundheitsamt oder der Verbraucherzentrale.

„Im Winter häufen sich vor allem die Probleme mit Schimmel“, sagt Christoph Drexler vom Institut für Analytik und Beratung. „Die Kosten für die Schimmelentfernung können bis zu mehreren tausend Euro betragen.“ Kleine oberflächliche Schäden durch zu hohe Luftfeuchtigkeit kann man selbst beseitigen, und zwar mit 70- bis 80-prozentigem Ethylalkohol. Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrille sind Pflicht. In schweren Fällen muss der Untergrund, zum Beispiel Tapete und Putz, beseitigt werden.

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Deuten Laborberichte auf starke Wohngifte hin, ist die Investition in die Beseitigung unvermeidbar, erst recht, wenn Kranke oder Kinder im Haus leben. Mieter können sich beim Vermieter meist schadlos halten - es sei denn, sie haben den Schaden selbst verursacht, zum Beispiel durch falsches Lüften. Sichtbare Schäden sollten Mieter immer fotografisch dokumentieren.

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Quelle: www.rundschau-online.de

21. September 07

Bald wird's zu rutschig für Schimmelpilze

15 Millionen Menschen leben in Deutschland mit lästigen Mitbewohnern: Schimmelpilze im Bad sehen nicht nur fies aus, sie schädigen die Silikonfugen. Die Sporen der Pilze können auch allergische Reaktionen hervorrufen. Feuchtigkeit und Schimmelpilze sind jedoch kein unausweichliches Schicksal.

Bisher boten sich als Lösung für Fugen nur Silikone mit Fungiziden an. Doch   diese Wirkstoffe werden mit der Zeit ausgewaschen. Die Folge: Der Pilz kann   sich festsetzen, in kleine Haarrisse eindringen, sich ausbreiten und die   Fuge mechanisch zerstören. Um dem Schimmel keine Chance zu geben, haben   Forscher der Firma Henkel in Düsseldorf nun einen Dreifachschutz entwickelt:   gegen Sporenbildung, Verfärbung und Verbreitung.

Der erste Schutzmechanismus gegen die Pilze ist ein molekularer Schalter,   der die Sporenbildung verhindert. Schimmelpilze, wie der im Bad häufig   vorkommende Köpfchenschimmel (Aspergillus-Arten), besitzen keinen   auffälligen Fruchtkörper wie etwa Champignons. Sobald sich eine Pilzspore   festgesetzt hat, überzieht sie langsam das Material mit einem samtartigen   Überzug. Dieses Myzel, ein fadenartiges Geflecht, ist meist unsichtbar. In   dieser Phase breitet sich der Pilz über Keimschläuche, die sogenannten   Hyphen aus. Erst in einer zweiten Vermehrungsphase bilden sich erneut -   meist gefärbte - Sporen. Über diese auskeimenden Sporen kann sich der Pilz   erneut verbreiten - ein Risiko für weiteren Schimmelbefall in Innenräumen   und für Allergiker.

  Hier setzen die Forscher auf Farnesol, das bereits in Waschmitteln gegen   Mikroorganismen verwendet wird. Geringste Mengen in der Fugenmasse reichen   aus, damit Farnesol ganz gezielt die Sporenbildung der lästigen   Schimmelpilze hemmen kann.
  Bisher wissen die Wissenschaftler zwar, dass diese Zellregulation   funktioniert, aber noch nicht, warum. Deshalb sind sie den genauen   Regulationsmechanismen auf der Spur, um später neue Wirkmechanismen   abzuleiten. Zugute kommt dabei den Forschern, dass das Erbgut von   Aspergillus niger, einem der Schimmelpilze im Bad, bereits sequenziert ist.

Der zweite Schutzmechanismus ist ein Fungizid,   das in sehr geringen Mengen wirkt und länger im Silikon verbleibt als   herkömmliche Fungizide, die sehr schnell aus dem Silikon ausgewaschen   werden. Der dritte Baustein des Schutzkomplexes entstammt ebenfalls den   Waschmitteln. Um die Sporen erst gar nicht an die Fuge zu lassen, werden   Tenside verwendet. Sie verringern die Oberflächenspannung des Wassers und   erlauben damit, Schmutz von den Wäschestücken abzulösen.
   "Den Schimmelsporen ist es zu rutschig auf dem Silikon", erklärt   Bernhard Schöttmer, Leiter der Produktentwicklung für Kleb- und Dichtstoffe, "sie   schaffen es dann nicht mehr, die Fugen zu besiedeln."

  Die Dichtmasse mit Dreifachschutz kommt Anfang 2008 auf den Markt.

Leiser

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Quelle: www.welt.de

13. September 07

Gefährdung durch Schimmelpilze

Zusammenfassung von "Die Gefährlichkeit von Schimmel, zugleich Anmerkung zu BGH WuM 2007, 319" von Vors. RiLG Elmar Streyl, original erschienen in: WuM 2007 Heft 7, 365 - 367.

Der Verfasser beleuchtet in seinem Beitrag die Gesundheitsgefährdung durch Schimmelpilzwachstum in Innenräumen. Gleichzeitig kommentiert er die Entscheidung des BGH (Urt. v. 18.06.2007 - Az.: VIII ZR 182/06) zum Setzen einer Abhilfefrist vor einer Kündigung wegen erheblicher Gesundheitsgefährdung.

Der Verfasser stimmt der Entscheidung des Gerichts (BGH, 18.04.2007, Az.: VIII ZR 182/06) zu, welches konstatierte, dass auch vor einer Kündigung wegen erheblicher Gesundheitsgefährdung gemäß §§ 543 Abs. 1 S. 1, 569 Abs. 1 S. 1 BGB grundsätzlich eine Abhilfefrist erfolglos gesetzt und abgelaufen sein müsse. Allerdings habe der BGH auch zutreffend herausgestellt, dass eine Abhilfefrist gemäß § 543 Abs. 3 S. 2, Nr. 2 BGB entbehrlich sein dürfte, wenn infolge Art oder Ausmaß der Gesundheitsgefahr ein Zuwarten nicht zumutbar ist. Ob dies der Fall ist, sei gegebenenfalls per Sachverständigengutachten herauszuarbeiten. Der Autor verweist in diesem Zusammenhang auf zwei nach seinem Dafürhalten lesenswerte Publikationen des Umweltbundesamtes: den Leitfaden zur Vorbeugung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen ("Schimmelpilz-Leitfaden") sowie den Leitfaden zur Ursachensuche und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen ("Schimmelpilzsanierungs-Leitfaden" - PDF-Download über www.umweltbundesamt.de). Er führt aus, dass diese Leitfäden auch von Bausachverständigen als Begutachtungsgrundlage benutzt würden; sie seien - so der Verfasser weiter - unter Mitwirkung einer Vielzahl von Wissenschaftlern erstellt worden.

In den Leitfäden werden drei Belastungskategorien beschrieben: Nach Kategorie 1, der einen Normalzustand bzw. einen geringfügigen Schaden beschreibe, seien in der Regel keine Maßnahmen erforderlich. Kategorie 2 beschreibe einen geringen bis mittleren baulichen oder nutzungsbedingten Schaden, bei dem die Freisetzung von Pilzbestandteilen unmittelbar unterbunden werden sollte. Einen großen baulichen und nutzungsbedingten Schaden definierte Kategorie 3, bei der die Freisetzung von Pilzbestandteilen unmittelbar unterbunden werden sollte und die Ursache des Schadens kurzfristig zu ermitteln und zu beseitigen sei.

Bewertung:
Der Verfasser gibt zusammen mit seiner Kommentierung des Urteils einen umfassenden Überblick über die Gefährdung von Schimmelpilzen in Innenräumen und deren juristischer Einordnung. Ein unbedingt lesenswerter Beitrag für mietrechtlich orientierte Praktiker/-innen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Dr. Andrea Martin.

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Quelle: www.lexisnexis.de

04. September 07

Schimmelpilzallergie - versteckte Gefahr im Alltag

Triefende Nase, juckende Augen – für Allergiker gehört das im Moment zum Alltag. Was viele jedoch nicht wissen: Nicht immer sind Pflanzenpollen schuld an ihren Beschwerden. Nach Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaaren sind Schimmelpilze inzwischen die vierthäufigste Ursache für solche Beschwerden. Einige Schimmelpilze kommen im Freien vor, ihre Sporen werden wie Pollen über die Luft verbreitet – und deshalb oft nicht als Auslöser der Allergie wahrge¬nommen. Schimmelpilze wachsen überall dort, wo es leicht feucht ist: in Blätterhaufen, auf Kompost, in der Erde. Zudem gibt es Arten, die sich auf Heu und Getreide wohl fühlen. Menschen mit Schimmelpilz-Allergie sollten daher einige spezielle Vor¬sichtsmaßnahmen beachten. Besonders viele Sporen werden beispielsweise beim Zusammenrechen von Laub oder Rasenmähen aufgewirbelt – diese Tätigkeiten sollten die Allergiker meiden. Weitere Tipps: Wäsche nicht im Freien trocknen, weil sich dort die Sporen sammeln, Komposthaufen möglichst weit entfernt vom Haus anlegen, Zimmerpflanzen nicht zu sehr wässern, sich von Laubfeuern fernhalten.

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Quelle: www.krankenkassenratgeber.de

29. August 07

Mit Natur gegen Schimmel: Reiner Naturkalk für die Wände ist der beste Schutz

Nach neueren Studien haben allein in Deutschland sieben Millionen Wohnungen einen gefährlichen Befall durch Schimmelpilze. Daher sind etwa 15 Millionen Bundesbürger von diesem Problem betroffen. Tendenz steigend. Viele wissen gar nichts von dieser Gefahr, denn Schimmel ist erst im Spätstadium überhaupt direkt wahrzunehmen. Die moderne, abgedichtete Bauweise und Baumaterialien, die das Schimmelwachstum begünstigen, sind dafür vor allem verantwortlich. Doch die Selbstheilungskräfte der Natur könnten hier ganz einfach Abhilfe schaffen. Denn - reiner Naturkalk für die Wände ist der beste Schutz.

Schon ein Schimmelfleck in der Größe einer Euro-Münze gibt Millionen Schimmelsporen ab. Und von den Sporen gehen gerade die Gesundheitsgefahren aus, über die Atemwege gelangen sie direkt in den Körper. Allergien sind die häufigste Reaktion auf Schimmel: Hautreizungen, grippeähnliche Beschwerden, Erschöpfungszustände, Schwindel ... Aber auch schwere Lungenentzündungen können die Folge sein. Abwischen und diverse Hausmittel entfernen Schimmel nur oberflächlich und daher nicht dauerhaft. Chemische Mittel können zu neuen Gesundheitsbelastungen führen.

Naturkalk in Form von reinem Naturkalkputz sowie reiner Naturkalkfarbe jedoch entzieht Schimmel einfach den Nährboden. Denn: Schimmelpilze können auf Naturkalk nicht überleben, da er stark alkalisch ist. Vorsorge ist daher die wichtigste Maßnahme. Doch Kalkfarbe ist nicht gleich Kalkfarbe. Und Kalkputz ist nicht gleich Kalkputz. Es ist entscheidend, dass keine chemischen Zuschläge verwendet werden und dass die Inhaltsstoffe voll deklariert werden. Zuschlagstoffe können diese positiven Eigenschaften des Kalks beeinträchtigen. Es gibt nur ganz wenige Produkte, die die natürlichen Anforderungen voll und ganz erfüllen. Nach einer Studie des Wissenschaftlers sowie vereidigten und öffentlich bestellten Sachverständigen für Schadstoffe in Innenräumen, Dr.rer.nat. Führer, trifft das auf die reinen Natur-Produkte Haga Kalkputz und Haga Kalkfarbe zu. Dabei handelt es sich um unverfälschten Naturkalk höchster Reinheit aus den Schweizer Alpen. Kalkfarbe ist dabei die einfachste und schnellste Anwendung von Naturkalk für die Wände. Wer eine etwas rauere Struktur bevorzugt, verwendet Kalkstreichputz. Wenn die Wände etwas uneben sind, benötigt man Kalkfeinputz. Auch bei der farbigen Wandgestaltung bietet Kalk enorme Vorteile, denn Kalk ist Pigment und Bindemittel in einem. Durch Zusatz von natürlichen Erdfarbpigmenten sind mit Kalkfarbe, Kalkstreichputz bzw. Kalkfeinputz wunderschöne, unvergleichliche Farbgestaltungen zu erzielen. Wer wunderschöne, durchschimmernde Lasurtechniken bevorzugt, greift zu Kalklasuren.

Die Selbstheilungskräfte der Natur zu nutzen ist die gesündeste und dauerhafteste Art Schimmel in den eigenen vier Wänden zu bekämpfen. Naturkalk entzieht Schimmelpilzen einfach den Nährboden.  Frische Luft und angenehmes Raumklima sind die Folge. Reine Kalkfarbe und reine Kalkputze für innen und außen sind daher insbesondere für Allergiker empfehlenswerte Wandbeschichtungen.

OBI Bau- und Heimwerkermärkte

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Quelle: www.ratgeberbox.de

13. August 07

Schimmelpilze in Innenräumen: Individuelles Gesundheitsrisiko

Das gesundheitliche Risiko durch Schimmelpilze in Innenräumen ist nicht kalkulierbar. Die Reaktionen darauf sind nach Ansicht des Berufsverbandes Deutscher Baubiologen (VDB) so unterschiedlich wie die Umgebungsbedingungen und die betroffenen Personen. Daher könne ein Grenzwert, bis zu dem ein Schimmelpilzbefall in Gebäuden als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden kann, nicht festgelegt werden.

Schimmelpilze siedeln sich in Gebäuden aus zwei Hauptgründen an: Entweder liegt ein Mangel am Gebäude vor, so dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringen kann und für Schimmel eine Nahrungsgrundlage bietet, oder der Pilz ist eine Folge von fehlendem Hygienebewusstsein der Bewohner. Das Einatmen der Pilzsporen kann zu Allergien und Atemwegserkrankungen führen.

Eine individuelle umweltmedizinische Beurteilung oder eine Begutachtung durch einen Baubiologen wäre laut des VDB notwendig, um zu klären, ob Betroffene gegenüber einem mikrobiellen Schaden einem erhöhtem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sind. Von Schnelltests für Laien durch Verbraucherorganisationen raten die Experten ab, da das Ergebnis zu falschen Schlüssen mit nicht abschätzbaren Folgen führen könnte. Denn weil Schimmelpilze ein natürlicher Bestandteil der Umwelt sind, ist der reine Nachweis von Schimmelpilzen noch kein Beleg für einen relevanten Schimmelpilzschaden.

Um Pilzbefall in der eigenen Wohnung zu vermeiden, hilft regelmäßiges Stoßlüften. So wird überschüssige Feuchtigkeit abgebaut und kann sich nicht an Wänden und Decken niederschlagen und einen Nährboden für Pilze bieten. Auch trägt ein Grundmaß an Hygiene dazu bei, Schimmelbildung in Innenräumen zu vermeiden.

OBI Bau- und Heimwerkermärkte

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Quelle: www.monstersandcritics.de

31. Juli 07

Bei Gesundheitsbeschwerden Haus untersuchen lassen!

Heuschnupfen, Asthma, erhöhte Infektneigung, gereizte Augen, Nase oder Rachen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, rheumaähnliche Beschwerden, Haut- und Schleimhautreizungen, Neurodermitis, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, unklare Angstzustände oder Haarausfall können jeden treffen. Wer unter solchen Beschwerden leidet, der geht in der Regel zum Arzt, und wenn er Glück hat, dann findet der Arzt schnell die Ursache für die Befindlichkeitsstörung. Manchmal allerdings sind Ärzte ratlos und können trotz verschiedener Therapien dem Patienten nicht helfen.

Nach wie vor beziehen Ärzte viel zu selten das Wohnumfeld eines  Patienten in ihre Diagnose mit ein, konstatiert der Verband Privater Bauherren (VPB). Dabei können heute allein in Innenräumen 8.000 chemische Verbindungen nachgewiesen werden, von denen viele dem Menschen gesundheitlich schwer zu schaffen machen. Ist der Auslöser der Beschwerden erst einmal gefunden, dann kann das Haus oder die Wohnung gezielt saniert werden. Meist verschwinden die Beschwerden danach wieder. Grundlage jeder Sanierung ist eine seriöse Innenraumanalyse, in der verschiedene Schadfaktoren, die den Bewohnern eines Hauses gefährlich werden können, untersucht werden. Dazu zählen chemische Verbindungen, Schwermetalle sowie Reaktionen verschiedener Verbindungen miteinander. Zu den Schadfaktoren gehören außerdem Stäube, Gerüche sowie physikalische und biologische Faktoren, wie etwa Schimmelpilze oder Bakterien.

Auf der Basis der Analyse können Bausachverständige entscheiden, wie ein Haus saniert werden muss. Der Verband Privater Bauherren bietet seinen Mitgliedern diesen Service an. Hand in Hand mit qualifizierten Innenraumhygienikern erarbeiten die VPB-Sachverständigen individuelle Sanierungskonzepte für die betroffenen Wohnungen und Häuser. Um Bauherren und Hauskäufern bei der ersten gesundheitlichen Beurteilung ihrer eigenen vier Wände zu helfen, hat der Verband Privater Bauherren (VPB) die Broschüre "Gesund bauen und wohnen" zusammengestellt. Das 34-seitige Heft beschreibt in mehreren Kapiteln, worauf es bei der Planung des Neubaus ankommt, aber auch, was Hausbesitzer und Immobilienkäufer bei älteren Häusern beachten müssen. Ein Kapitel ist der Sanierung Schadstoff-belasteter Häuser gewidmet. Außerdem bekommt der Bauherr wichtige Hinweise auf Baustoffe und Produkte, die sich als gesundheitlich bedenklich erwiesen haben und auch auf solche, die guten Gewissens verwendet und eingebaut werden können.

Die Broschüre "Gesund bauen und wohnen" kann beim VPB per E-Mail an versand@vpb.de bestellt werden, sie kostet fünf Euro plus zwei Euro Versand. Bitte gleichzeitig Kosten und Porto überweisen auf folgendes Konto:

 
  • Verband Privater Bauherren (VPB) e.V.
  • Kontonummer 61 22 89 20 25
  • BLZ 10120100
  • Weberbank Berlin
  • Bei der Überweisung bitte den Namen des Empfängers nicht vergessen und     als Verwendungszweck "Broschüre Gesund bauen und wohnen" eintragen.

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hagebau.de

Quelle: www.baulinks.de

18. Juli 07

Schimmelpilz-Allergie

Was ist eine Schimmelpilz-Allergie?         

Die Schimmelpilze gehören nach den Pollen und Milben zu den wichtigsten Allergenen. Sie sind Mikroorganismen und bestehen aus einem Flechtwerk von Pilzfäden, ihren Fortpflanzungorganen und den Sporen. Die feinen Pilzfäden und die Sporen werden leicht durch die Luft verbreitet und können, wenn sie eingeatmet werden, Allergien auslösen.         

Sporen sind also überall in der Luft?         

Richtig. Schimmelpilze sind praktisch überall in unserer täglichen Umgebung anzutreffen. Im Haushalt sind sie häufig als verschiedenfarbiger Belag - das ist das Flechtwerk von Pilzfäden und Sporen - auf Lebensmitteln, Wänden, Fußböden und Decken, auf länger gelagerten Gebrauchsgegenständen, auch auf wenig benutzten Büchern und Akten zu erkennen. Sie bevorzugen zum Gedeihen ein feuchtwarmes Klima wie z.B. das Mauerwerk alter Häuser, Tapeten, das Badezimmer, Holzfußböden (sogenannte "intramurale" Schimmelpilze) oder vermodernde Blätter, Pflanzen, Bäume und den Erdboden z.B. im Garten oder Wald (sogenannte „extramurale" Schimmelpilze).         

Sind Schimmelpilze nur zur warmen Jahreszeit zu finden?         

Von den über 200000 Arten, die es gibt, kommen viel das ganze Jahr über vor, wobei nur eine recht geringe Anzahl für den Allergiker von Bedeutung ist. Sie sind also überwiegend ganzjährig anzutreffen, aber es gibt deutliche Schwerpunkte im jahreszeitlichen Wachstum. So sind die intramuralen Pilze vorwiegend im Frühjahr und Herbst und die extramuralen besonders stark vom Juli bis zum September verbreitet.         

Wie ist eine Schimmelpilz-Allergie bei Erkrankten zu erkennen?         

Die Symptome sind ähnlich wie bei dem bekannten Heuschnupfen. Die Beschwerden treten an den Atmungsorganen als ganzjähriger oder jahreszeitlich bedingter Schnupfen auf, der für den Erkrankten äußerst lästig ist. Aber auch am Magen-Darm-Trakt kann eine Schimmelpilz-Allergie durch den Genuß verdorbener Lebensmittel oder Getränke hervorgerufen werden. Dann sind folgende Erscheinungen für den Allergiker auffallend:

  • Schnupfen
  • Niesreiz
  • Atemnot
  • Husten
  • Übelkeit und manchmal Erbrechen
  • Bauchschmerzen im Darmbereich
  • Durchfall

Im fortgeschrittenen Stadium kann eine unbehandelte Schimmelpilz-Allergie sehr leicht bei Jugendlichen und Erwachsenen zu einem Bronchialasthma führen.

Wie können die verantwortlichen Schimmelpilze gefunden werden?         

Das ist sehr schwierig. Viel kommt dabei auf die Mithilfe des Erkrankten an. Er muß sehr genau beobachten, in welcher Umgebung (Keller, Garten), in welcher Jahreszeit oder nach Genuß welcher Nahrungsmittel die beschriebenen Beschwerden verstärkt auftreten. Darüber sollte dem Arzt mit möglichst täglichen Aufzeichnungen berichtet werden . So kann der Arzt wie ein Detektiv die für die Schimmelpilz-Allergie verantwortlichen Allergene einkreisen. Dann kann durch Hauttests auf dem Unterarm oder dem Rücken schließlich herausgefunden werden, welche Pilze die Allergie auslösen.         

Wie kann man einer Schimmelpilz-Allergie vorbeugen?         

Sie können selbst eine Menge tun:          

  • Suchen Sie an den verdächtigen Stellen im Haus nach sogenannten „Schimmelpilzrasen" - vor allem innen an Außenwänden, dort, wo es feucht und meist warm ist. Merzen sie die Stellen mit geeigneten Mitteln aus, z.B. durch Entfernen der befallenen Tapeten.
  • Sorgen Sie in Wohnung und Keller immer für gute Durchlüftung, damit sich an feuchten Stellen kein Schimmelpilzrasen bilden kann.
  • Sorgen Sie bei Nahrungmitteln immer für sachgemäße Kühlung und Lagerung. Lassen Sie verderbliche Nahrungsmittel nicht zu lange liegen, und beseitigen Sie sie bereits bei Verdacht auf Verderb !
  • Als Schimmelpilz-Allergiker sollten Sie auch keine Gartenarbeit verrichten.
  • Benutzen Sie bitte weder Ventilatoren noch Luftbefeuchter. Und auch Hydrokulturen sollten Sie während der Behandlungszeit aus dem Haushalt gänzlich verbannen. So leid es Ihnen tun mag !
       

Wie behandelt der Arzt die Schimmmelpilz-Allergie?

Durch Anwendung spezieller Arzneimittel kann im Körper des Patienten ein immunologischer Schutz aufgebaut werden, in der Wirkung dem Impfen vergleichbar. Das Ziel ist, es gar nicht erst zu allergischen Reaktionen kommen zu lassen. Die Medizin spricht hier von Hyposensibilisierung, was nichts anderes heißt als „unempfindlicher machen".

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Quelle: http://ikit.uniklinikum-leipzig.de

16. Juli 07

Allergiker weg von Katzen!

Lunge reagiert auch ohne Sensibilisierung

Kontakt mit Katzen beeinträchtigt auch Allergiker, die gegen diese Tiere gar nicht sensibilisiert sind.

In einer europaweiten Studie mit fast 2.000 Teilnehmern zeigten auch Personen eine Sensibilität, die nur auf Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Gräserpollen, nicht aber auf Tierhaarallergene positiv getestet worden waren. Damit scheinen Katzen als Haustiere für alle Allergiker eine Gefahr darzustellen. Weitere Studien sollten diese Ergebnisse nun erhärten, sodann gilt es zu klären, ob man allen Allergikern, die akut auf einen Reizstoff reagieren, vom Katzenkontakt abraten sollte.

Douglas Parfümerie

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Quelle: www.medical-tribune.de

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Hinweis

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