Immer mehr Kinder leiden unter Sonnenallergie, da sie sich während der Schulzeit wenig draußen aufhalten und dann auf Urlaubsreisen in den Ferien plötzlich extremer Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. „Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder im Frühjahr und Sommer, wenn die Haut noch wenig Sonne gesehen hat, besonders gut mit Kleidung und Sonnenschutzmitteln, die das UVA- und UVB-Spektrum herausfiltern, geschützt sind – nicht nur bei Sonnenallergie“, empfiehlt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar sowie Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Eine Sonnenallergie bezeichnet eine verzögerte entzündliche Reaktion der Haut auf ultraviolette Strahlung, insbesondere auf UVA-Strahlung.
Zeigt ein Kind Stunden oder Tage nach Sonnenexposition an den nicht bedeckten Körperstellen stark juckende rote Pusteln, weist dies auf eine Sonnenallergie hin. Zur Linderung eignen sich Zink-Schüttelmixturen aus der Apotheke. Kühlung, z.B. mit einem Aloe-vera-Gel, reduziert den Juckreiz.
„Eltern sollten aber bei der Verwendung von Arzneimitteln und Pflegestoffen in Verbindung mit Sonneneinstrahlung generell vorsichtig sein. Es gibt bestimmte Stoffe, die sich durch Sonnenlicht chemisch verändern und starke Hautreaktionen auslösen. So können Pflanzen wie der Riesenbärenklau (Herkulesstaude), Schierlingskraut, Feigenblätter, Petersilie, Sellerie oder Gräser und Klee bei gleichzeitiger Einwirkung von UVA-Sonnenstrahlung sehr schwere Hautschäden verursachen. Diese müssen dann wie Verbrennungen behandelt werden“, warnt Dr. Niehaus. Auch Medikamente wie Antibiotika oder Naturprodukte wie Nachtkerzenöl können verstärkte Reaktionen auf Sonne auslösen. „Deshalb sollte der Kinder- und Jugendarzt auf jede Hautveränderung einen Blick werfen!“
Gute Sonnencreme bekommt man in jeder Apotheke, natürlich auch in jeder Online-Apotheke.
Quelle: Kinderärzte im Netz